SEO und der eigene Server

»Ich bin ein guter SEO!« Das sagen bestimmt viele Suchmaschinen-Optimierer, die meisten haben ganz bestimmt mit Ihrer Einschätzung recht. Ein guter SEO weiß wie er natürlich Links aufbaut, wie er Google Analytics und die Webmastertools bedient und natürlich weiß er seit einigen Jahren, dass Content der alleinige King ist. Wir reden hier von sinnvollen und guten Artikeln, schönen Produktbeschreibungen und vor allem nicht von Spam-Texten.

Mir ist es in den letzten Jahren immer wieder vorgekommen, dass ich eine Webseite Onpage optimieren sollte und festgestellt habe, es lahmt gehörig. Bilder brauchen ewig bis sie da sind, Javascripte öffnen Dutzende von Requests und nicht komprimierte HTML und CSS Code machen den Braten richtig fett. Das Resultat, wir warten. Holen uns Kaffee oder Tee. Der Schuldige ist in den meisten Fällen schnell gefunden. Ein langsamer Server.

Geschwindigkeit ist wichtig

Ich gebe meinen Kunden den Rat: Bitte, wechselt zu einem guten Server. Sucht euch einen guten Hoster. Ich berate da gerne. Eine kleine HTML-Seite funktioniert wahrscheinlich sehr gut, aber häufig arbeiten unsere Kunden mit großen CMS-Systemen. Dort ist eine Datenbank angeschlossen die Ressourcen fressen. Selbst WordPress läuft erst richtig rund, auf einem schnellen Server und wenn es richtig eingestellt wurde. Wir reden hier von Ladezeiten die um 75% schneller sein können. Vorher an die vier Sekunden, nach Umzug und Optimierung knappe 1,2 Sekunden. Da läuft sogar das WordPress-Backend smoothie und rund.

Ein schönes Tool um die Geschwindigkeit zu messen bietet Google:
http://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/
Schön ist, dass Google direkt sagt, was verbessert werden kann. Auf virtuellen Servern erreiche ich Werte die zwischen 85 und 90% liegen. Nach einer PHP und HHVM Optimierung sind 95 bis 100 % tatsächlich möglich.

Eine gute Performance auf der Webseite ist nicht nur für den User toll. Google nimmt die Geschwindigkeit immer häufiger als Ranking-Faktor. Denn besonders auf mobilen Geräten profitieren die Benutzer noch viel mehr, von einer schnellen und „leichten“ Seite. Zudem kann der von SEOs so geliebte Google-Crawler die Seite schneller und effizienter untersuchen. Er verschwendet seine wertvollen Ressourcen nicht, weil wieder irgendwo Stau herrscht.

SEO beginnt beim Server

Die »Billig«-Server haben ihre Daseinsberechtigung. Ein Privatmann oder Frau, der seine Webseite mit Urlaubsfotos online stellt freut sich über die 1,99 Euro Server. Für ihn reicht es dicke. Aber ein Unternehmen, dass im Jahr mehrere tausend Euro an Werbekosten heraus haut, mehr als 40 % der Kunden über das Internet einsammelt, stöhnt, wenn es im Monat zwischen 30 und 60 Euro in die Hand nehmen soll. Das kann nicht der richtige Weg sein. Ein Root-Server kostet nicht viel mehr, bietet aber deutlich mehr Power als es ein virtueller Server je könnte.

Damit lassen sich die Hip Hop Virtual Machine von Facebook, oder recht einfach das SPDY Protokoll vom Google umsetzen. Gemeinsam mit Pagespeed rennt die Webseite, versprochen. In der nächsten Woche zeige ich hier ein paar Beispiele und erkläre diese interessanten Techniken genauer. Und ja, es heißt wirklich „Hip Hop“. Ich zeige ihnen auch, welche Hoster für uns bei Contunda in Frage kommen.

Mein Rat
Testen Sie ihre Webseite mit http://www.webpagetest.org/. Ich denke, dass es bei Ihnen so sein wird, dass viele Verbindungen aufgebaut werden und es recht lange dauert, bis alles da ist. Einen guten Server einzurichten ist kein Hexenwerk, von Preis und Zeitaufwand überschaubar. So lange Sie kein Riese wie Amazon oder Zalando sind.

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