Altersvorsorge mit der fondsgebunden Rürup-Rente

Selbständige und Freiberufler fallen nach § 2 SGB VI weitgehend aus der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung heraus. Auf der einen Seite ein Vorteil, da sie ihre Altersvorsorge in die eigenen Hände nehmen können. Andererseits ist die Versicherungsfreiheit ein Nachteil. Unterlassen es Selbständige und Freiberufler, für den Ruhestand vorzusorgen, fehlt jegliche finanzielle Sicherheit.

Deshalb ist es für diese Personengruppe ausgesprochen wichtig, sich bereits mit der Unternehmensgründung um die finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern. Als Faustregel gilt: 10 Prozent des Einkommens sollten der Rente zugutekommen. Bei einem Einkommen von 60.000 EUR pro Jahr als Selbständiger sollten so ca. 6.000 EUR in die Altersvorsorge fließen. Wie das Kapital für das Alter zurückgelegt wird, bleibt jedem Selbständigen und Freiberufler selbst überlassen.

Die Rürup-Rente – Basisvorsorge für das Alter

Als eine der wichtigen Säulen im Rahmen der privaten Altersvorsorge hat sich die Rürup- bzw. Basisrente erwiesen. Das Modell geht auf Bert Rürup und die Rentenreform aus dem Jahr 2005 zurück. Kern der Rürup Rente ist eine Altersvorsorge, die sich an der gesetzlichen Rentenversicherung orientiert. Das Kapital kann nur als Leibrente ausgeschüttet und nicht vererbt werden.

Gleichzeitig besteht kein Kapitalwahlrecht. Vorteil der Rürup Rente ist der hohe Sicherheitsfaktor, eine staatliche Förderung über den Sonderausgabenabzug in der Einkommenssteuer und die Tatsache, dass das Kapital weder bei der Berechnung von ALG II berücksichtigt noch in der Ansparphase gepfändet wird.

Die fondsgebundene Rürup-Rente

Im Rahmen der Rürup Rente haben Selbständige und Freiberufler die Qual der Wahl. Und greifen oft zur fondsgebundenen Rente. Der Kern des Ganzen ist recht einfach. Die laufenden Beiträge werden zu Investitionen in Investmentfonds genutzt. Je nach Geschmack kann der Rürup-Sparer einen offensiven Kurs einschlagen und so den Erfolg der Altersvorsorge vermehren.

Oder er entschließt sich für einen sicheren Hafen – zulasten der Rendite. Entsprechend dem Anlageverhalten bieten die meisten Anbieter unterschiedliche Fonds an, die sich vor allem auf Aktien und Anleihen stützen. Vor Abschluss einer fondsgebundenen Rürup-Rente muss sich jeder Verbraucher aber darüber im Klaren sein, dass er die Risiken dieser Altersvorsorge zu tragen hat. Was heißt das für Rürup-Sparer mit einer fondsgebundenen Rente? Er sollte immer den Kapitalmarkt im Auge behalten. Insbesondere wenn die Aktienkurse steigen, ist die Umschichtung in Aktienfonds lohnenswert. Rentenfonds sind dagegen beste Fonds und ein sicherer Hafen in Krisenzeiten.

Wer die Altersvorsorge über die fondsgebundene Rürup-Rente hinaus absichern will, kann zu normalen Aktienfonds-Sparplänen greifen. Hier steht insbesondere das langfristige Anlageziel im Vordergrund. Die Beiträge fließen in Aktienfonds und können gerade bei längeren Laufzeiten hohe Gewinne erzielen. Vor dem Abschluss eines Aktienfonds-Sparplans ist es grundsätzlich empfehlenswert, sich mit der allgemeinen Wertentwicklung und dem Investment als solches zu beschäftigen. Auch hier kommt es darauf an, zur richtigen Zeit den richtigen Anlagemix im Depot zu haben.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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