Bitcoin und Co.: Darum sind Kryptowährungen so interessant

Kryptowährungen üben auf viele Menschen eine große Faszination aus – unter anderem, weil ihnen das Potenzial zugetraut wird, eine gerechtere Finanzwelt zu erschaffen. Doch Bitcoin und Co. sind auch aus anderen Gründen interessant.

Bild von Sergei Tokmakov Terms.Law auf Pixabay 

Die Idee der digitalen Währung wurde erstmals im November 2008 in“ The Cryptography Mailing List“ vorgestellt. Der Erfinder Bitcoins Satoshi Nakamoto stellte das Gedankenkonstrukt, welches seit 1990 von Kryptographen und Programmierern durchgespielt und entwickelt wurde, erstmalig der Öffentlichkeit vor. Kurze Zeit später, im Januar 2009, wurde die erste Transaktion mit Bitcoin durchgeführt. Wenige Zeit später konnte man Kryptowährungen kaufen und mit ihnen handeln.

Eine faszinierende, aber komplexe Welt

Die Welt der Kryptowährungen hat sich rasant entwickelt und das Konzept mit all seinen Facetten ist ständig im Wandel. Angefangen hat alles mit dem Bitcoin. Die Idee dahinter war die Schaffung einer alternativen Währung außerhalb des Zuständigkeitsbereichs von Regierungen und Bundesbehörden. Erfinder Satoshi Nakamoto wollte zudem eine schnellere Verarbeitung von täglichen Transaktionen bieten, um zum Beispiel Zahlungen übers Ausland schneller und einfacher zu gestalten.

Seither wurden tausende neue Kryptowährungen entwickelt, von denen sich aber nur wenige am Markt etablieren konnten. Beliebte Beispiele wären digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin. Andere bekannte Kryptowährungen sind Tezos, EOS und ZCash. Einige davon sind mit dem Bitcoin vergleichbar. Andere setzen auf unterschiedliche Technologien und können dank modifizierter Funktionen mehr leisten als nur Vermögenswerte zu übertragen.

Der Erwerb von Kryptowährungen wurde jedoch in der Vergangenheit zum Teil als schwierig betrachtet, da komplexe Begriffe die Leute davon abhielten, zu kaufen. Besonders in den letzten Jahren häufte sich jedoch die Medienpräsenz der Kryptos, sodass sie regelrecht im Hype standen und immer mehr Nutzer von ihren Erfahrungen berichteten. Krypto-Freunde versprechen auch heute noch Reichtum, sowie eine gerechtere Finanzwelt.

Wer sich für die Thematik interessiert und aktiv daran teilhaben möchte, muss sich ständig auf dem Laufenden halten und bei den komplexen Themen und Veränderungen am Ball bleiben, bevor ein Investment in Betracht gezogen wird. Dies ist vielleicht etwas kompliziert doch spiegelt sich genau hier die Unabhängigkeit der Kryptos wider. Ein weiterer Vorteil bei dieser Unabhängigkeit der Kryptowährungen ist, dass Zwischenhändler oder Vermittler überflüssig werden, weil sie durch ein automatisiertes Protokoll ersetzt werden können.

Transfers in Echtzeit sind reizvoll

Kryptowährungen haben einen entscheidenden Vorteil, den Geldwährungen wie der Euro oder der US-Dollar heute nicht haben: Sie ermöglichen gegen eine geringe Gebühr innerhalb von Minuten den Werttransfer zwischen zwei Personen. Die Technologie dahinter, die sogenannte Blockchain, ermöglicht es, fast alles schnell und kostengünstig zu bewegen, solange es digitalisiert werden kann. Daher ist auch insbesondere die Möglichkeit der Transfers in Echtzeit für Trader interessant, vor allem, seitdem die Zahlung mit Kryptowährung immer stärkere Verbreitung findet.

Alternatives Eigentum: Machen Kryptowährungen die Finanzwelt gerechter?

Aufgrund ihrer Struktur repräsentieren Kryptowährungen eine alternative Form von Eigentum. Daran ist auch die Hoffnung geknüpft, dass eine gerechtere Finanzwelt entstehen könnte.

Das Konzept der Blockchains dient der Community der Schürfer, Trader und Nutzer, welche weniger an hergebrachte Finanzstrukturen gebunden ist. Die dezentrale, autonome Organisation der Blockchains könnte dafür sorgen, dass Besitz und Reichtum weniger an Machtpositionen geknüpft werden.

Das Tolle an einer Blockchain ist, dass jeder, der sie nutzt, etwas dafür bezahlt, und dass sie dadurch aufrechterhalten wird„, erklärt Austin Federa, Sprecher der Digitalwährung Solana. „Wenn du also ein Nutzer bist und Tokens tauschst oder ein NFT kaufst, dann ist damit eine sehr geringe Gebühr verbunden, etwa 0,25 Cent.“ Diese Gebühr gehe an Leute, die auf der ganzen Welt Rechenleistung zur Verfügung stellen, um die Digitalwährungen zu schürfen. „Das hört sich nach wenig an. Wenn aber 65.000 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt werden, summieren sich diese Gebühren.“

Die Blockchain hat zwei zentrale Aufgaben. Eine davon ist die Verarbeitung von Transaktionen, wo Informationen mithilfe einer dezentralen, von vielen Teilnehmern gemeinsam genutzten Datenbank fälschungssicher übermittelt werden, so dass Kopien ausgeschlossen sind. Die andere definiert die Führung eines Verzeichnisses, in dem alle Transaktionen in chronologischer Reihenfolge aufgeführt und in „Blöcke“ unterteilt werden. Dieses ist auf vielen Rechnern in einem Peer-to-Peer-Netzwerk abgelegt, wobei jeder neue Knoten mit seinem Beitritt eine vollständige Kopie der Blockchain übernimmt. Die Aufgabe ist hier, Transaktionen zu überprüfen und zu dokumentieren.

Digitale Währungen gelten als erste Alternative zum traditionellen Bankwesen und haben enorme Vorteile gegenüber früheren Zahlungsmethoden oder traditionellen Anlageklassen. Sie könnten als eine Art Geld 2.0 definiert werden, welche nur im Internet existiert. Durch diesen Internetbestand hat es das Potenzial, zur schnellsten, einfachsten, günstigsten, sichersten und universellsten Methode aller Zeiten zu werden, um Vermögenswerte zu tauschen:

  • Kryptos können zum Kauf von Waren und Dienstleistungen verwendet oder im Rahmen einer Anlagestrategie gehalten werden. Dabei können sie nicht von einer Zentralstelle manipuliert werden, da sie unabhängig von einer Regierung und deren Zentralbank existieren.
  • Digitale Währungen ermöglichen Chancengleichheit, unabhängig von Herkunft und Wohnort. Jeder kann sie verkaufen, kaufen und halten, wenn eine Internetverbindung existiert.
  • Kryptowährungen bieten Menschen auf der ganzen Welt einzigartige Möglichkeiten, ihre wirtschaftliche Freiheit zu erweitern. Die prinzipielle Grenzenlosigkeit der digitalen Währungen fördert den freien Handel, auch in Ländern, welche die Finanzen ihrer Bürger streng kontrollieren. In Ländern in denen Inflation das Hauptproblem ist, können somit Kryptowährungen eine Alternative zu gescheiterten Fiat-Währungen zum Sparen und Bezahlen darstellen.

Des Weiteren gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Möglichkeiten, digitale Währungen als Teil einer umfassenderen Anlagestrategie hinzuzufügen. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Kryptowährung wie den Bitcoin zu kaufen und zu halten. Der Bitcoin (BTC), der 2008 fast wertlos war, ist heute beispielsweise Tausende von Dollar pro Münze wert. Jedes Investment birgt seine Risiken, zugleich hat es jedoch auch das Potenzial, neue Türen zu öffnen. Inzwischen gibt es auch immer mehr börsennotierte Unternehmen, die mit Kryptowährungen und der Blockchain zu tun haben.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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