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ClearView App: Suchmaschine für Gesichtserkennung in der Kritik 0

Das StartUp ClearView AI beschäftigt gerade die Medien, da durch eine intensive Recherche der Journalistin Kashmir Hill  in der New York Times offen gelegt werden konnte, dass es bereits auch im westlichen Raum eine „Suchmaschine für Gesichtserkennung“ gibt. Die ClearView App wird anscheinend bereits von rund 600 Polizeibehörden in den USA und in Kanada genutzt, um Gesichter mit der Suchmaschine abzugleichen. Da das StartUp Milliarden Fotos archiviert hat funktioniert das Ganze anscheinend sehr gut. Wie viele Unternehmen und Behörden Kunde bei ClearView sind, ist nicht bekannt. Das StartUp hält diese Daten geheim.

Die Reporterin Kashmir Hill, die sich schon viele Jahre auf Datenschutz fokussiert, hatte für ihre Recherche einen Polizisten gebeten, sie selbst in der ClearViw-Datenbank zu suchen – und war doch sehr überrascht, dass es dort anschienend keine Suchergebnisse für sie gab. Kurz darauf erfolgte ein Anruf bei der Polizeibehörde von ClearView mit der Bitte, keine Gespräche mit der Presse zu führen. die künstliche Intelligenz bei ClearView scheint also sehr gut zu funktionieren und in Krisensituationen sofort Alarm zu schlagen.

Warum Gesichtserkennung so gefährlich ist

Wenn im öffentlichen Raum Überwachung ebenfalls nur Normalität wird, ist das ein weiterer Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Bürger. Die DSGVO versucht ja nun, die Persönlichkeitsrechte der EU-Bürger zu schützen – doch eine Identifizierung im haptischen Leben nimmt weitere Möglichkeiten, sich durch vorsichtiges Verhalten der Überwachung zu entziehen.

Eine der Gefahren ist, dass die „Suchmaschine für Gesichtserkennung“ sich irrt und man unschuldig in die Fänge der Justiz gerät. Eine andere Gefahr ist, dass die Nutzer der Suchmaschine andere Interessen verfolgen, als Kriminelle aufzuspüren. Eine dritte Gefahr besteht darin, dass wir nach und nach daran gewöhnt werden, uns mit unserem Gesicht zu identifizieren. In China ist das bereits Realität, aber auch andere Länder wie Japan testen Anwendungsgebiete. Zum Beispiel kann man mit der Gesichtserkennung Tickets für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erwerben. Vielleicht wird das so komfortabel, dass wir überall mit unserem Gesicht Transaktionen vornehmen? Selbstverständlich bargeldlos, ist ja klar.

So zieht eins das Andere nach sich. Die Milliarden von Bildern, auf der die Suchmaschinentechnologie von ClearView beruht, stammen übrigens ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Fotos – vorwiegend aus sozialen Netzwerken wie Facebook. Doch man kann darauf wetten, dass bei der intensiven Kooperationsbereitschaft mit Behörden auch aus anderen Quellen Bilder und Informationen hinzukommen.

Quelle: androidpit.de: „Diese App weiß, wer Ihr seid“

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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