Das Gesetz der Anziehung oder: Wie ich zu James Bond mutierte…

Seit einigen Wochen lerne ich das „Gesetz der Anziehung“ bewusst kennen. Heißt: das, was ich denke und das, was mich bewegt, ziehe ich an wie ein Magnet. Kommt aus der Quantenphysik und wird nun auch auf den menschlichen Geist übertragen. Eigentlich habe ich das schon immer geglaubt, konnte es nur nie in Worte und Logik fassen. (Kennen Sie das auch aus Ihrer Kindheit? Sie stoßen sich irgendwo an und es durchfährt Sie wie ein Blitz: „Der liebe Gott will mich wachrütteln…“)

Nun denke ich ja in den letzten Tagen viel über die Brutalität der Mächtigen nach, über inszenierte Kriege, über strategisch cool geplante Wirtschaftskrisen und natürlich über „Big Brother“.  Und wünsche mir, Menschen kennen zu lernen, die nicht nur darüber reden („Weiß doch jeder, erzähl mal was Neues“) sondern klar und aufrecht dagegen arbeiten – bzw. für das Erstarken der „anderen“ Seite.

Ein gutes Gefühl – verbunden mit einer Selbsterziehung zum mutigen Menschen. Ich häng mir also schon Bilder auf: „Ich fürchte nur die Gefahr, die ich fürchten will“ – rede gegenüber jedem Menschen Klartext (was die Leute wirklich gern mögen – denn nur so kann man doch lernen …) und arbeite bis in die Nacht.

Wie gestern abend. Um halb eins war ich endlich fertig mit meinen Newslettern und verließ, bepackt wie fast immer, zufrieden mein Büro. Genoss die nächtliche Ruhe des ehemaligen Max-Planck-Instituts, schlenderte zur Hintertür im Erdgeschoss, um auf dem Hof noch Altpappe zu entsorgen. Hatte die Worte von Frau Nuhn im Ohr: „Frau Ihnenfeldt, wenn Sie diese Tür schließen, ist sie zu. Dann kommen Sie nicht mehr rein!“und dachte noch: „Ich will ja auch nicht mehr rein – ich will ja nach Hause!“ Tür fiel zu, ich zum Container, dann zur Ausfahrt – und stopp. Ein riesiges Metalltor versperrt den Weg. OK, zur anderen Ausfahrt – auch zu. Ein riesiges Metalltor versperrt den Weg. Ich schaue nach oben – drei Seiten Gebäudefassaden – doch alle Fenster dunkel. Suche den Hof ab – alles dicht. OK, denke ich, nun hast Du drei Möglichkeiten 1. du nimmst Dir Pappe aus dem Container und übernachtest hier (es fing gerade an zu regnen) 2. Du holst Hilfe: Feuerwehr, Polizei, Deine Kinder kommen mit einer Leiter, oder wen auch immer

oder

Du mutierst zu James Bond! Also schwang ich alte Frau (die, seit sie wehrhaft wird, gottseidank anfängt, Jeans zu tragen!) mich mit einem unerwarteten Klimmzug hoch auf die zwei Meter hohe Brüstung des Tores, schaffe es tatsächlich, die Beine auf die andere Seite zu schwingen, und lasse mich langsam herab, bis ich springen kann. Wie cool!! Wie im Film! Ich, die in Sport immer zu den Letzten gehörte beim Auswählen und die nie über den Bock springen konnte!

Ganz verliebt in die eigenen Kräfte staune ich aus der Freiheit der anderen Seite heraus das Tor an und will fahren. OK, OK, ich habe den Schlüssel oben auf der Fensterbank im Hof gelassen, und da komme ich nun beim besten Willen nicht mehr heran….

Aber das ist für so einen durchtrainierten Geheimagenten nur ein Klacks. Ich breche also einen (toten) Ast ab (man ist ja ökologisch korrekt)  und hangle gekonnt das Schlüsselbund zu mir.

Tja, so kann’s gehen. Das hat bestimmt dieser Spruch auf dem (selbst gemalten) Bild mit mir gemacht:

„Ich fürchte nur die Gefahr, die ich fürchten will“

Hugh, und nun ist Feierabend.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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