Experiment für Existenzgründer: wie ich Erfolg habe, glücklich werde und alles perfekt funktioniert

Die amerikanische Psychologin Sonja Lyubomirski hat vor einigen Jahren ein sehr interessantes Experiment durchgeführt. Die Untersuchung ergab, dass Menschen, die sich über einige Wochen intensiv mit der Visionierung eines für sie idealen Lebens beschäftigen, ihre Ziele erstaunlich oft – und fast spielerisch – erreichen. Ein Experiment, das zum Nachmachen einlädt – auch gerade Existenzgründer und Selbstständige!

Sonja Lyubomirski von der University of California hatte bei dem Experiment Probanden über einen Zeitraum von mehreren Wochen täglich über ihr ideales Leben schreiben lassen. Die Teilnehmer schrieben immer wieder, wie sie in zwei bis drei Jahren leben würden, wenn sich alles perfekt entwickelt und alles wunschgemäß verläuft.

Die Ergebnisse der Studie waren „ziemlich spektakulär“. Zum einen berichtete ein großer Teil der Teilnehmer, dass sie sich schon während des Experiments positiver und optimistischer fühlten. Doch in der langfristigen Beobachtung zeigte sich sogar, dass viele der Versuchsteilnehmer innerhalb von zwei bis drei Jahren ihre Wünsche tatsächlich teilweise oder sogar komplett verwirklicht hatten.

Noch erstaunlicher: Viele berichteten, dass es „einfach so“ passiert sein, ohne dass sie hart dafür gearbeitet hätten. Es wären eine Menge Zufälle im Spiel gewesen, und sie waren oft nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Ralf Senftleben hat in seinem Blog „Unternehmenskick“ die Fragen, die dem Experiment aus der positiven Psychologie zugrunde lagen, etwas verändert, um sie für das berufliche Ideal zu übernehmen. In Etwa lauten die 11 Fragen, an denen man durchaus über einen Zeitraum von vier Wochen arbeiten kann, so:

  1. Wie sieht meine Selbständigkeit in zwei bis drei Jahren aus, wenn sich bis dahin alles perfekt entwickelt, wenn ich Glück habe und wenn alles klappt, was ich anfasse?
  2. Was würde ich dann in zwei bis drei Jahren tun? Womit werde ich mich beschäftigen?
  3. Was würde ich nicht mehr tun?
  4. Woran genau werde ich merken, dass ich mit Menschen zusammen arbeite, die ideal für mich sind?
  5. Woran werde ich merken, dass meine Arbeit wirklich Sinn macht und andere weiterbringt?
  6. Woran werde ich merken, dass ich die idealen Kunden habe?
  7. Wie viel Profit werde ich im Monat erzielen?
  8. Wie viel Geld werde ich auf dem Konto haben?
  9. An welchen Kleinigkeiten werde ich merken, dass ich den idealen Arbeitsplatz habe und dass ich vom idealen Ort aus arbeite?
  10. Wie werde ich mich an einem idealen Arbeitstag fühlen?
  11. Was wäre außerdem noch anders, wenn sich in den nächsten zwei bis drei Jahren alles perfekt entwickelt?

Schon ein einmaliges Beantworten dieser Fragen ist sicher klärend und nützlich – doch wenn man sich über einen genau festgelegten Zeitraum jeden Tag eine Stunde Zeit einräumt, um seine berufliche Visionierung zu überarbeiten, wird es sich ganz bestimmt in der Realität über kurz oder lang abbilden.
Quelle: Unternehmenskick

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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3 thoughts on “Experiment für Existenzgründer: wie ich Erfolg habe, glücklich werde und alles perfekt funktioniert

  • Reply Claudia Engelberts 8. Februar 2011 at 14:25

    Was wir nicht wenigstens einmal gedacht haben, können wir nicht bekommen….Spitzensportler machen schon ewig „mentales Training“. Klingt wahrscheinlich weniger spinnert als „Meditation“ oder „innere Reise“ – aber es steckt das gleiche Prinzip dahinter, und nun ist ja auch wissenschaftlich bewiesen, dass es wirkt…

    • Reply Eva Ihnenfeldt 8. Februar 2011 at 17:41

      Liebe Claudia, da bist Du ja endlich wieder. Ich hab Dich so vermisst. Wahrscheinlich habe ich Dich nicht richtig aus der Zukunft in die Gegenwart „gedacht“ – aber jetzt. Nu geh aber nicht mehr weg, wir brauchen doch Deine Kommentare 🙂

  • Reply Claudia Engelberts 9. Februar 2011 at 13:24

    Ja,ja, die Engelberts mit ihren Kommentaren….ich bin schon eine ganze Weile krank, aber ich übe mich schon wieder in Zuversicht und Lebensmut, damit es wieder gut wird 😉 Du darfst also demnächst wieder mit mehr Rückmeldung rechnen….bis bald also!

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