Keine Krankenversicherung? Alternative kann europäischer Krankenschutz sein

Nachzahlungsforderungen von Krankenkassen sind richtig teuer

Eigentlich dürfte es in Deutschland keine Menschen mehr geben, die nicht krankenversichert sind. Seit dem 1. Januar 2009 gibt es eine allgemeine Versicherungspflicht, doch trotzdem gibt es Ausnahmen. Für diese Betroffenen – und für Versicherte, die ihrer Krankenkasse hohe Nachzahlungen schulden, könnte eine europäische Krankenversicherung eine mögliche Alternative sein.

Für wen könnte eine europäische Krankenversicherung interessant sein?

Es gibt Selbstständige, die vor 2009 nicht mehr die Beiträge für ihre privaten Krankenversicherungen zahlen konnten und die darum aus der Versicherung geworfen wurden. Falls diese Menschen nun über 55 sind, kann es passieren, dass

Nachzahlungsforderungen von Krankenkassen sind richtig teuer

Nachzahlungsforderungen von Krankenkassen sind häufig sehr teuer

ihnen auch der Zugang zu einer gesetzlichen Krankenkasse verschlossen bleibt und sie durch alle Lücken fallen.

Es gibt privat Versicherte die bei ihren PKV‘s im Beitragsrückstand sind. Für diese gilt zwangsweise der „Basitarif“, dieser bietet wenig Leistung und orientiert sich vom Beitragssatz her am Höchstsatz für die gesetzliche Krankenversicherung: derzeit 610 Euro monatlich. Die Nachzahlungen der säumigen Beiträge kommen selbstverständlich noch hinzu.

Auch gesetzlich Versicherte, die hohe Nachzahlungen leisten müssen und diesen nicht nachkommen können, sind eventuell Kandidaten für die europäische Alternative: Zum Einen senken die gesetzlichen Versicherungen für die säumigen Mitglieder die Leistungen auf ein Minimum herab, zum Anderen müssen diese Menschen jährliche Strafzahlungen von 60 Prozent der offenen Beiträge zahlen – das summiert sich schnell auf enorm hohe Beträge.

Eine europäische Krankenversicherung funktioniert ähnlich wie eine deutsche private Krankenversicherung. Allerdings muss man als Versicherter immer komplett in Vorleistung gehen, wenn man medizinische Hilfe in Anspruch nimmt. Nur mit Krankenhäusern wäre auch eine Direktabrechnung möglich.

Patrick Ott vom Makler Neue Krankenversicherung (Neue KV) vermittelt Policen der englischen Tochter des US-Versicherers Aetna, der irischen Axa PPP und der französischen Europ Assistance Group, die zur Generali gehört. Säumigen Zahlern können diese Anbieter aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) kündigen. Nachzahlungen fallen dann jedoch nicht an. Und Patrick Ott meint sogar, dass nach drei Jahren bei einer EWR-Versicherung die überfälligen Beiträge für deutsche PKV‘s oder GKV‘s verjährt sein müssten – und man so wieder in eine deutsche Alternative wechseln könnte – ob das stimmt können wir natürlich nicht überprüfen.

Der komplette Beitrag in Impulse.de

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

8 thoughts on “Keine Krankenversicherung? Alternative kann europäischer Krankenschutz sein

  • Reply Thomas Ludolph Privamed24 16. Januar 2013 at 12:37

    Eine europäische Krankenversicherung ist für die im Artikel beschriebenen Personenkreise in der Tat eine mögliche Alternative.

  • Reply Keine Krankenversicherung? Alternative kann europäischer … 21. Januar 2013 at 14:46

    […] krankenkassen privat – Google Blogsuche […]

  • Reply Patrick O. Ott @ NEUE KV 4. April 2013 at 21:24

    Jetzt auch dazu ein sehr guter und informativer Artikel im aktuellen FOCUS (Ausgabe 14/2013) auf Seite 66/67. Noch zwei Punkte zu dem oben geschriebenen (was sehr fair und ausgewogen ist, übrigens, danke 🙂 )
    1. In Vorkasse geht man auch bei ambulanten Behandlungen komplett bei einer deutschen PKV – da gibt es also keinen Unterschied. Höchstens, dass man bei einer europäischen Krankenversicherung wirklich und komplett Privatpatient ist und nicht wie bei den Billigtarifen einiger deutscher PKVs auf einmal auf hohen Kosten hängen bleibt, weil nur die gesetzlichen Leistungen abgedeckt sind
    2. Die Verjährung der vor dem Eintritt in eine europäische Krankenversicherungen wegen Nichtversicherung anstehenden Pauschalbeiträge/Strafbeiträge einer deutschen PKV ergeben sich aus den normalen Verjährungsfristen des HGB. nicht so einfach Verjähren tun natürlich „echte“ Beitragsschulden, also die Schulden aus nicht bezahlten Versicherungsbeiträgen bei bestehenden Versicherungen. Aber jemand der derzeit nicht versichert ist und bei Eintritt in eine deutsche PKV von heute rückwirkend bis Februar 2009 die Pauschalbeiträge entrichten muss, hat dieses Problem nicht mehr, wenn er von heute aus nach drei Jahren Mitgliedschaft in einer europäischen Krankenversicherung dann in eine deutsche PKV wechselt (zumal das dann auch in der Regel niemanden mehr interessiert.

    Aber, es bleibt auch aus unserer Sicht so: das ist keine Lösung für jeden – und wer derzeit gut in einer deutschen PKV oder gar GKV versichert ist, hat wenig Grund, in eine europäische KV zu wechseln. Für derzeit Nichtversicherte und Menschen, die in ihrer bestehenden KV in Deutschland in einer Schuldenspirale stecken, kann es eine sehr gute und tragbare Alternative sein.

    LG
    P.Ott @ Neue KV

    PS: Hab den Beitrag erst heute gefunden, sorry 🙂

  • Reply H.Kuhn 25. Oktober 2013 at 18:04

    Ich bin eine Hausfrau 62, mein Mann 80, Arzt in Ruhestand. Wir sind seit sehr vielen Jahren in PKV. Die Beiträge sind so hoch geworden, obwohl wir beide wirklich gesund sind, daß wir kein Vertrauen in unsere PKV haben. Wechsel fast unmöglich ohne daß die Beiträge noch mehr steigen werden. Wir zahlen um 1000 Euro monatlich -zusammen, plus 1.200 pro Nase Selbstbeteiligung. Wir haben aber sehr abgespeckten Tarif, d.h. keine Chefarztbehandlung, kein Zweitbettzimmer, nur 1,8 -Berechnung, keine Kur, keine Heilpraktikerin, etc.Es ist kein Basistarif, kein Standarttarif. Wir „Alten“ stecken in geschlossenen Tarifen.

    Und Tendenz ist auch dieses Jahr – wieder steigende Beiträge.
    Europäische KV ist echte Alternative für uns Rentner.

    • Reply Eva Ihnenfeldt 25. Oktober 2013 at 22:39

      Liebe Frau Kuhn, danke für den Kommentar. Ich denke auch dass unser Krankenkassensystem noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist und gerade im Alter sehr belastend sein kann. Ich wünsche Ihnen dass Ihnen die hohen Beiträge nicht zu sehr das Leben vermiesen – und bleiben Sie Beide gesund!

  • Reply Margaretha Chaudhry 27. Februar 2014 at 20:28

    Sehr geehrtes Team,

    die Infos treffen auf mich zu. Ich möchte mich gerne minimal versichern.
    Ich würde mich über Informationen freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Margaretha Chaudhry

    • Reply Eva Ihnenfeldt 5. März 2014 at 11:45

      Hallo liebe Frau Chaudhry, leider sind wir keine Versicherungsspezialisten und können nicht direkt weiterhelfen. Am besten wenden Sie sich an eine der großen gesetzlichen Krankenkassen, die sind normalerweise sehr zuvorkommend und hilfsbereit.

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