Langzeitarbeitslosigkeit steigt auf fast 1 Million

Wie viel Arbeitslosigkeit die Corona-Pandemie in Deutschland hervorbringen wird – und ob es sich dabei um kurz- oder langfristige Arbeitsplatzverluste handelt, können wir noch nicht überblicken. Dank des großzügigen Kurzarbeiter-Programms und anderer Maßnahmen und Förderprogramme der Regierung sehen die Zahlen auch im Januar 2021 auf den ersten Blick ganz gut aus. Doch Detlef Scheele, Vorstandschef der Bundesarbeitsagentur, befürchtet, dass wir bald zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder mehr als eine Million Langzeitarbeitslose zu verzeichnen haben.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

In den letzten Jahren konnte die Zahl der Menschen, die in ALG II gerutscht sind, dank der guten Konjunktur und gezielter arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen auf 700.000 Langzeitarbeitslose gesenkt werden. Dieser Erfolg sinkt nun nach Aussagen Scheeles „wie schmelzender Schnee in der Sonne“.
Bekannt ist, dass Menschen, die länger im ALG-II-Bezug leben, erheblich an Selbstvertrauen verlieren. Darum wird viel für die Weiterbildung und Begleitung der Betroffenen getan. Jeder, der gerade darauf angewiesen ist, Grundsicherung bzw. ALG II zu beantragen, sollte sich ohne Zögern helfen lassen und Weiterbildungen bzw. Coachings nutzen. Bloß nicht resignieren!
Westfalen-Blatt: Fast eine Million Langzeitarbeitslose

Tatsächlich ist der Stellenmarkt seit März 2020 unfassbar geschrumpft, da viele Unternehmen ihr Recruiting auf Eis gelegt haben. Kununu schreibt, dass mehr als die Hälfte der Stellen-Ausschreibungen zurückgezogen wurden bzw. die Stellen erst ab Herbst 21 oder gar Anfang 22 besetzt werden sollen. Auch Minijobs sind enorm zurückgegangen. Das trifft besonders hart, weil Arbeitnehmer bei Verlust ihres Minijobs überhaupt keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosenunterstützung haben.
Pressebox.de: Anzahl der Minijobs stark gefallen

Was tun?

Ein Fehler wäre es auf jeden Fall, bis zum letzten Moment zu warten, bevor man tätig wird und einen Antrag auf ALG II/ Grundsicherung stellt. Auch für die Regierung ist es wichtig, so schnell wie möglich das Ausmaß der Verarmung und Perspektivlosigkeit zu erkennen, um entsprechende Programme und Gesetzesänderungen auf den Weg zu bringen. Frauen, Studenten und Rentner sind zum Beispiel besonders häufig unter den 7 Millionen Minijobbern und liegen bei Verlust des Zusatzverdienstes womöglich unterhalb der Armutsgrenze.

Je nach Warmmiete kann ein Alleinlebender rund 900 Euro Verdienst über Hartz IV ausgleichen, da sowohl die Miete (ohne Strom) übernommen wird, als auch Heizkosten. Der Hartz IV-Regelsatz liegt für Alleinlebende bei 446 Euro. Davon müssen neben den Lebenshaltungsaufwendungen sämtliche Kosten wie Strom, Versicherungen, Medien- und Kommunikationskosten sowie Mobilitätskosten bestritten werden. Rentner erhalten die Grundsicherung in ähnlicher Höhe – dürfen allerdings nichts hinzuverdienen. Jeder Euro wird abgezogen – im Unterschied zu Beziehern von ALG II, die in gewissem Rahmen etwas hinzuverdienen können.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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