Existenzgründung: für sechs von zehn Gründern ist Arbeitslosigkeit Motiv Nr.1

In Deutschland gründen besonders viele Menschen, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen. Sechs von zehn Gründern nennen (drohende) Arbeitslosigkeit als Motiv Nr. 1 für ihre Selbständigkeitspläne. Der Anteil dieser so genannten „Notgründungen“ ist gegenüber dem letzten Jahr um vier Prozentpunkte gestiegen. Doch auch in wirtschaftlich ruhigeren Jahren wie 2007 sind 60 Prozent der Jungunternehmen aus diesem Grund an den Start gegangen.

2009 führten die Berater in den 80 Industrie- und Handelskammern 14 Prozent mehr Beratungsgespräche mit Gründungswilligen als 2008. Fast zwei Drittel der Notgründer konnten bei diesen Gesprächen ihre Geschäftsidee nicht klar umreißen, bei den „überzeugten“ Gründern sind es nur 38 Prozent. Die Kundenzielgruppe können ebenfalls viel weniger Verzweiflungsgründer benennen als die „freiwilligen“ Gründer. 61 Prozent der Gründer aus der Arbeitslosigkeit haben kaufmännische Defizite -bei den hochmotivierten Gründern sind es 39 Prozent.

Die meisten Gründer aus wirtschaftlichen Motiven gründen mit wenig oder keinem Startkapital- zwei von drei im Dienstleistungsbereich. Beliebt sind das Sozialwesen, die Kreativwirtschaft, Gebäudebetreuung und der Telekommunikations- und Informationsdienstleistungssektor. 14 Prozent der Beratungssuchenden planen eine selbständige Existenz im Gastgewerbe.

Nur sechs Prozent der Jungunternehmen gründen im Hightech-Bereich, wahrscheinlich auch wegen der hohen Investitionskosten. Laut IHK sind folgende Branchen besonders erfolgsversprechend: Umwelttechnik und Energieeffizienz, Dienstleistungen für Senioren, im Sozialwesen, bei Pflegedienstleistungen und für private Haushalte.

Quelle: Focus

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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One thought on “Existenzgründung: für sechs von zehn Gründern ist Arbeitslosigkeit Motiv Nr.1

  • Reply Claudia Engelberts 15. Juli 2010 at 10:15

    Erstaunlich, dass sich dennoch ein recht hoher Anteil der Unternehmen am Markt halten kann. Gründungszuschuss für die „Notgründer“ gilt ja als eine der effektivsten Förderungen. Vielleicht liegt es ja daran, dass es mit der 90%igen Fördervariante des Gründercoachings Deutschland eine effektive Unterstützung für die notgegründeten Unternehmen gibt.

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