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Instagram Influencer werden und 10.000 Follower kaufen? Für nur 50 Euro? 0

Jetzt mache ich auch noch Werbung für diese Verkäufer, die tatsächlich Fans, Follower, Kontakte, Views, Likes und was auch immer verkaufen bei Instagram, Facebook, YouTube, Twitter und Co. Doch da sich diese zweifelhaften Deals von ganz alleine bestrafen, habe ich da keine Probleme mit. Denn schnell ist so ein Schnäppchen ergattert – doch ewig bleibt der Kater. Gekaufte Kontakte sind nämlich für alle, die den schnellen Erfolg suchen, mit einem üblen Nachspiel verbunden: Die Karteileichen im Account wird man nicht mehr los und sie zeigen wie ein Zombie-Friedhof, dass der willige Käufer jemand ist, mit dem man nicht kommunizieren will – gibt es etwas Übleres als Reputation für einen Influencer?

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OK, es ist schon ein großer Unterschied zwischen Twitter und Facebook, zwischen YouTube und Instagram. YouTube ist weniger ein soziales Netzwerk als eine Plattform für Videokonsumenten, und auch Twitter wird von einigen Leuten bezeichnet als der Kanal „Wo alle schreiben und keiner liest“. Gerade Politiker werden immer wieder überführt, weil sie sich ordentlich bei Twitter Follower gekauft haben, um gut auszusehen. Ist zwar leicht zu überprüfen – aber die Interaktionsrate spielen weder bei Twitter noch bei YouTube eine entscheidende Rolle.
FAZ von Januar 2017: Politiker und ihre Fake-Follower bei Twitter

Influencer und Unternehmen bei Instagram und Facebook

Bei Facebook und Instagram sind die Interaktionsraten hingegen entscheidend für den Erfolg. Facebook Fanpages werden mehr oder weniger unsichtbar, wenn zwar viele Fans da sind – doch kaum jemand liked, kommentiert, teilt. Darum haben auch Gewinnspiele bei Facebook, die auf reines Fanwachstum abzielen, extrem abgenommen. Was ein Unternehmen gar nicht brauchen kann sind Fans, die nur Interesse an einem Gewinn haben – aber keine Beziehung zur Marke selbst. In seiner Verzweiflung könnte man zwar irgendwann jeden inaktiven Fan oder Follower einzeln blockieren oder sperren – aber auch das würde sicher bei den Algorithmen von Facebook und Instagram einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen und der Seite bzw. dem Account ordentlich Schaden zufügen.

Noch extremer ist es bei Instagram. Junge Leute träumen immer häufiger davon, als Influencer Geld zu verdienen. Produkte für Fashionmarken, Lifestyle, Food, Kosmetik etc. über Fotos und kleine Videos zu verbreiten, verbindet das liebste Hobby (Shoppen) mit dem Wunsch, ein Star zu sein – und ordentlich Geld zu verdienen. Doch wenn man sich dann von Oma und Opa zu Weihnachten 20.000 Follower für 200 Euro schenken lässt, macht man sich wahrscheinlich eher lächerlich bei Marken und Instagram-Nutzern. Auch wenn die so günstig erworbenen „internationalen Follower“ Profilbild und Bilderuploads haben, sind sie so nützlich wie Ungeziefer. Aber die Erfahrung muss wohl jeder selbst machen – aus Schaden wird man klug…

Mit diesem schönen YouTube-Video wirbt ein Anbieter für echte Instagram Follwer – nach zwei Tagen schon mehr als 1.600 Aufrufe bei YouTube – ja wieso wohl bloß?  😉

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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