Motive für Social Media Creator – warum wird man aktiv?

Selbstständige und Unternehmen, die auch heute noch komplett auf Social Media verzichten, gibt es kaum noch. So langsam hat es sich auch bis in die letzten Winkel herumgesprochen: Wer nur postalisch, per E-Mail oder telefonisch erreichbar ist, enttäuscht die Kunden. Doch es gibt noch weitere Gründe, ein Social Media Creator zu werden. Und damit meine ich nur die Hoffnung, mit Markenkooperationen einen guten Nebenverdient zu generieren…

Social Media im Business

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Ob man als Unternehmen Social Media hauptsächlich für den dialogbereiten Kundenkontakt verwendet mit Facebook, Instagram, Xing und/oder LinkedIn – oder ob man aktiv die möglichen Kanäle für Netzwerkkontakte, Akquise, Empfehlungsmarketing, Recruiting und Werbung nutzt – Hauptsache man ist dabei und pflegt die eigenen Kanäle. Es gibt unzählige Beispiele erfolgreicher Social Media Strategien bei Solo-Selbstständigen, kleinen und mittleren Unternehmen. Doch nicht Jeder Unternehmer ist ein begeisterter Marketing-Kommunikator. Ohne Spaß wird er Social Media nur als zusätzliche Pflicht empfinden.

Social Media für Gründer

Für Gründer ist es sehr wichtig, zumindest in Business-Netzwerken aktiv zu sein. Abgesehen davon, dass klassische Werbeaktivitäten (Flyer, Werbebriefe, Telefonakquise…) häufig zu Enttäuschungen führen, sind gerade Gründer auf Reichweite, Netzwerkkontakte und eine unterstützende Community angewiesen. Die eigene Website mit sachlichen Informationen und emotional sympathischen Eindrücken ist unerlässlich. Bei Xing und LinkedIn können Kontakte aufgebaut und gepflegt werden. Aber auch andere Social Media Plattformen und eine Vernetzung über Online-Communities sind gerade in den ersten Jahren sehr wertvoll, um Kunden zu gewinnen und sich einen stabilen Boden zu verschaffen.

Social Media für den Nebenverdienst

Immer mehr Menschen setzen darauf, über Online-Aktivitäten einen lukrativen Nebenverdienst aufzubauen. Manche sind Crowdworker und nehmen Aufträge an als Texter, Umfragen-Teilnehmer, Content-Designer, Produkttester oder Programmierer… andere übernehmen als Freelancer auf Minijob-Basis Aufgabenbereiche, die früher im Unternehmen angesiedelt waren. Zumindest sollte man gut vernetzt sein, wenn man sich in das Haifischbecken der Crowdworker-Märkte begibt. Gerade in Facebook-Gruppen kann man sich vernetzten, Tipps austauschen und ein gutes Netzwerk aufbauen.

Social Media Influencer

Last but not Least kommen wir zu den Social Media Influencern, die meist über Instagram und YouTube eine Community und hohe Reichweite aufbauen, um von Markenkooperationen zu profitieren. Social Media Influencer vergleiche ich gern mit der Pop-Musik: Viele wollen gern ein Pop-Star sein, doch nur den wenigsten gelingt es. Kostenfreie Produkte zu erhalten und sich über Provisionen etwas Geld zu verdienen, ist realistisch machbar – doch verlässlich zu einem nennenswerten monatlichen Einkommen zu kommen, ist harte Arbeit. Manche sind zum Star geboren – doch die meisten nicht…

Social Media aus Idealismus

Viele Blogger sind in den letzten 25 Jahren aus Idealismus gestartet. Sie haben eine Botschaft – und sie nutzen die Web 2.0 Möglichkeiten, um zum Sender zu werden und Gleichgesinnte zu erreichen. Ob irgendwann aus diesem Engagement auch berufliche oder geschäftliche Konsequenzen folgen, ist anfangs nicht absehbar. Doch oft genug ergeben sich gerade in diesem Bereich Zukunftsperspektiven, die das ganze Leben verändern. Geld ist nicht alles – und dem über Jahre hinweg Beharrlichen läuft der Erfolg ja doch irgendwie hinterher…

Social Media für die Community

Nicht zu vergessen sind die vielen Netzwerker, die ihre Online-Community pflegen und die fantastisch darin sind, Menschen zu verbinden und als Moderator Großartiges zu vollbringen. Manche von ihnen haben im Laufe der Zeit eine lukrative Selbstständigkeit aufgebaut mit ihrer Community – andere verweigern sich bewusst dem Kommerz und legen Wert darauf, dass ihre Foren und Gruppen werbefrei bleiben. Begabte Netzwerker sind auf jeden Fall immer im Vorteil, weil eine gute Vernetzung mit dem Prinzip „Hilfst Du mir, helfe ich Dir“ eine Basis ist gerade für schwierige Lebenssituationen. Wer hilfsbereit ist, muss sich zwar stets dafür bewahren, ausgenutzt zu werden – doch mit einem gesunden Selbstbewusstsein sollte das kein Problem sein.

Social Media für Künstler

Künstler und Kreative profitieren von der Möglichkeit, sich über das Internet zu vernetzen und zu verbreiten, ganz besonders. Ob bildende Kunst, die schreibende Zunft, ob Musik, Theater, Comedy, Film, Moderation, Journalismus, Architektur… Künstler und Kreative aller Art finden im Web viele Möglichkeiten, ihre Arbeit zu gestalten, zu präsentieren, zu verbreiten – und sich über Netzwerke zusammenzuschließen. Nicht nur Justin Biber wurde als Musiker über YouTube entdeckt! Nicht nur Jan Böhmermann spielt meisterlich auf der Klaviatur der Social Media Plattformen, um über seine Community zu wachsen – unabhängig von konventionellen Gatekeepern wie der Presse. Wer an sich und seine Kunst glaubt, kann die ganze Welt erreichen und Freude haben an den Gestaltungsmöglichkeiten der verschiedenen Plattformen – die unzähligen Tiktok-Creator wissen, was das bedeutet.

Fazit

Ja, es ist mühselig und zeitaufwändig, ein Social Media Creator zu sein. Ob aus monetären Interessen, aus idealistischen Motiven oder aus der Vision, berühmt zu werden – Social Media heißt, eine eigenen Stimme zu haben und unabhängig von Produzenten und Gatekeepern zum Sender zu werden. Social Media bedeutet aber auch, das unabdingbare Netzwerken in die virtuelle Welt zu verlagern. Ohne Vitamin B kommt man nicht weit im Leben. Sportvereine, Schützenvereine, Karnevalsvereine, Parteien… Gruppen, in denen man sich engagiert, sind häufig die Basis für privates Glück und die beruflich/ geschäftliche Karriere. Netzwerke schaden nur dem, der sie nicht hat… Ob über Xing und LinkedIn – oder über Facebook-Gruppen, Foren und andere Portale wie Reddit – nutzt die Kraft der Online-Communities. Und nie vergessen: Wer kein guter Kollege ist und nix gibt – der kriegt auch nix. Das ist im Schützenverein wie in Online-Gruppen. Und das ist gut so…

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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