Video-Marketing: Facebook-Video oder YouTube-Video? Was lohnt sich mehr?

Videos sind neben Bildern die beliebtesten Content-Formen. Ob jung, ob alt, Videos schauen alle Webuser gern, wie jetzt eine Studie von lead-digital ergab. Sogar Menschen über 50 Jahre haben entdeckt, wie wertvoll es sein kann, Videos zu schauen – und Schüler holen sich sogar schon kostenlose Nachhilfe über YouTube. Keine Frage, Videos sind gefragt. Doch für Unternehmen stellt sich die Frage: Was ist sinnvoller? Facebook-Videos oder YouTube-Videos? Im Folgenden der Versuch einer Orientierung:

Vorteile von YouTube-Videos

Ein eigener Kanal bei YouTube ist segensreich, da man dort die Video-Corporate Identity pflegen kann. YouTube bietet nicht nur die Möglichkeit, eigene Videos zu posten, man kann auch Empfehlungen abgeben im eigenen Kanal, kann öffentlich sichtbare Playlists und abonnierte Kanäle angeben – und selbstverständlich kann ein ordnungsgemäßes Impressum eingefügt werden. Bei YouTube kann man Abonnenten gewinnen und man kann in verschiedenen Formaten Videos auf der Website/ dem Blog einbetten. Der ganz besondere Vorteil von YouTube-Videos ist, dass sie über Suchmaschinen findbar sind. Da es sehr viel mehr Texte als Videos im Web gibt, kann man sogar bei Mainstream-Themen noch ein gutes Ergebnis erzielen, wenn man die YouTube-Videos entsprechend nach Keywords suchmaschinenoptimiert.

Vorteile von Facebook-Videos

Bei Facebook erzielt man sehr viel schneller Reichweite als bei YouTube. Während YouTube-Videos meist gezielt gesucht und gefunden werden, erscheinen Facebook-Videos meist als Inspiration, wenn der Facebook-User durch seinen Newsstream scrollt. Auch wenn er nur kurz in das Video hineinschaut, zählt Facebook das als View. Mit Facebook Videos kann man rasch eindrucksvolle View-Zahlen erreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Facebook-Videos nicht perfekt sein müssen. Ein kurzer Gruß mit dem Smartphone, eine kleine Impression aus dem Unternehmensalltag – dadurch, dass Facebook-Videos überraschend in den Alltag des Users eindringen, kann man diesen leicht erfreuen mit einer persönlichen visuellen Botschaft – nur kurz muss es sein!

Was nun? YouTube-Videos oder Facebook-Videos?

In einem Satz gesagt: Alle YouTube-Videos könnten auch als Video zur Facebook-Fanpage hochgeladen werden (in der Fanpage-Rubrik „Videos“ bitte) – doch alle Facebook-Bewegtbilder in den YouTube-Kanal zu übertragen, macht wenig Sinn. Da Facebook-Videos nicht in Suchmaschinen gefunden werden, und da auch die facebookeigene Suchfunktion wenig tauglich ist, um spezielle Videos zu finden, sollte man sich in der Produktion tatsächlich auf spontane bzw. emotional berührende Kurzvideos fokussieren.

YouTube-Videos hingegen sollten einen echten Mehrwert bieten – da können auch sehr lange Videos sinnvoll sein, wenn sie echten Mehrwert bieten wie Tutorials oder Interviews. Also bei Facebook ruhig ein bisschen auf „Masse“ setzen – und bei YouTube nicht traurig sein, wenn auch hervorragende Videos wenig Aufrufe erhalten. Man muss sie ja finden? Und man muss sie in dem Moment finden, wo man sie auch wirklich benötigt! Und man muss in wenigen Augenblicken verstehen, dass sie wirklich genau das bieten, was man gerade sucht. In einem letzten Satz gesagt: Facebook-Videos sind emotionales Fastfood, YouTube-Videos ein sorgsam gepflegtes visuelles Gebäude.

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Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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