Lohnen sich Instagram, Flickr, Google+, Pinterest etc. für Unternehmen? Oder ist es immer nur Facebook und Twitter?

Die Social Media Community der Business Academy Ruhr wächst und kollaboriert. Über 100 Absolventen bleiben vernetzt und unterstützen sich weiter im Alltag

Social Media ist ein Kosmos, täglich passieren unendliche viele Dinge, neue Tools und Plattformen entstehen, andere vergehen. Manche schaffen es, die breite Masse zu erreichen, andere gehen unter, obwohl sie mit viel Kapital unterstützt wurden. Andere hingegen starten als Freizeitprojekt und erleben plötzlich, wie sie von begeisterten Fans nach oben getragen werden. Der „virtuelle Planet“ ist nicht berechenbar und nicht (wenig) kontrollierbar – so sehr sich das Einige auch wünschen würden… Doch wie sollen Unternehmen damit umgehen? Muss man auch Pinterest nutzen? Fotos bei Flickr einstellen? Muss man bei Foursquare platziert sein? Wozu Instagram verwenden und was macht man denn nun mit Google+?

Der Mensch sehnt sich nach Kontrolle und Struktur. Wir wollen genau wissen was dabei herauskommt, wenn wir im Social Web kommunizieren. Wir wollen rechtssicher, datenschutzsicher, effizient und erfolgreich unser Business fördern – das ist die richtige Grundeinstellung und das erfordert viel Planung und durchdachte bewusste Strategie.

Facebook, Twitter und Xing sind die beliebtesten sozialen Netzwerke in Deutschland. Facebook um Konsumenten anzusprechen, Twitter um sich mit Influencern in Echtzeit zu vernetzen, und Xing, um die Geschäftskontakte zu verwalten – und mit geschäftlich/ beruflichen Kontakten zu kommunizieren.

In unseren Weiterbildungen zum Social Media Manager (IHK) taucht dann sehr schnell das Thema Google+ auf – und als Nächstes Pinterest. Gehört hat fast jeder davon, und häufig ist die Sorge groß, man könnte sich überfordern, wenn

Die Social Media Community der Business Academy Ruhr wächst und kollaboriert. Über 100 Absolventen bleiben vernetzt und unterstützen sich weiter im Alltag

Die Social Media Community der Business Academy Ruhr wächst und lebt. Unsere vielen Absolventen bleiben vernetzt und unterstützen sich weiter im Alltag

man neben Facebook auch noch alles zu Google+ schickt, oder man müsste beim Bilder-Netzwerk Pinterest auch noch eine schicke Bilderwand pflegen und viral verteilen.

Ich finde diese Sorgen unbegründet. Wer einmal den Schritt ins Social Web getan hat, wer den „Spirit“ der interaktiven Kommunikation im Internet ergriffen hat, für den sind die passenden Instrumente zweitrangig. Will ich viele Menschen erreichen nutze ich selbstverständlich ein Mainstream Portal wie Facebook und Twitter. Will ich mich anspruchsvoll und sachlich über Geschäftliches austauschen, bin ich bei Xing und LinkedIn richtig. Will ich mit „Nerds“ diskutieren und Neuigkeiten austauschen, nutze ich vielleicht eine Google+-Community.

Habe ich amüsanten oder extrem spannenden Content, drehe ich vielleicht häufig kleine YouTube Videos, nutze den eigenen YouTube Kanal um mich anderen Video-Bloggern zu vernetzen und sich gegenseitig zu unterstützen und zu puschen. Wenn ich eine Boutique bin und tolle Kleider habe stelle ich vielleicht (urheberrechtlich unbedenkliche) Bilder bei Pinterest ein und vernetze mich mit einflussreichen Pinterest-Aktivisten, die die Fotos weiterverteilen. Foursquare kann spannend sein, wenn man ein lokales lebendiges Netzwerk hat – wenn man zum Beispiel als Cafe internetaffine Gäste hat und diese sich gern einchecken.

Jedes Unternehmen ist anders, jede Branche ist anders, jeder Social Media Manager ist anders. Manche konzentrieren sich kommunikativ auf einen Kanal und bespielen die anderen nur aus Gründen von Traffic Generierung und Suchmaschinenoptimierung. Manche diskutieren und chatten gern, andere fühlen sich mehr wie eine „Zeitung“ und geben viele News und Tipps weiter, ohne lange darüber zu sprechen. Manche haben Humor und twittern witzige Sprüche und werden dadurch beliebt, andere kümmern sich und vernetzen viel und erweitern dadurch ihr Netzwerk.

Es ist nicht wichtig was Du tust – es ist wichtig WARUM Du es tust!

Alles was wir hier in der Business Academy Ruhr leben und lehren ist dem Marketing untergeordnet. Alles was wir mit unseren eigenen Aktivitäten tun ist geleitet durch den Wunsch, die Business Academy Ruhr immer weiter nach oben zu tragen und gesund zu wachsen. Auch unsere Teilnehmer werden vom ersten Tag der Ausbildung an durch die Erarbeitung einer umfassenden Kommunikationsstrategie dahin geleitet, die Bearbeitung des virtuellen Netzes mit Marketingaugen zu sehen und mit diesen Marketingaugen herauszufinden, was das beste für das jeweilige Unternehmen/ die jeweilige Organisation ist. Es ist nicht so häufig entscheidend, wie viele Fans man bei Facebook sammelt oder wie viele Follower bei Twitter!

Entscheidend ist, welchen Mehrwert ich meinen Fans, Followern, Kontakten biete und wie ich diese zu Kunden mache bzw. sie als Kunden binde. Entscheidend ist, ob ich meine Geschäftspartner erreiche und ob ich mit ihnen gemeinsam konstruktiv Projekte anstoße und umsetzen kann. Ob ich meine Mitarbeiter über Social Media zu Botschaftern meines Unternehmens machen – und ob ich dazu beitragen kann, dass sie engagiert und glücklich sind, bei meinem Unternehmen zu arbeiten.

Die Wahl der Instrumente kommt bei dieser Strategie ganz zum Schluss – und diese operativen Maßnahmen sind ein leicht zu verstellendes Glied in der Kette. Mag es heute Pinterest sein, ist es morgen schon Tumblr, mag man heute vor allem Kontakte bei Xing aufbauen um ein Unternehmensevent zu bewerben, kann morgen eine Google+-Gruppe das Zentrum werden – man weiß es nicht und man muss es nicht wissen.

Im Kern sind alle Netzwerke und Tools ähnlich: Registrieren, Profil erstellen, Einstellungen festlegen und los. Kann man Twitter, Xing und Facebook bedienen, kann man sich auch in Windeseile in alle anderen Netzwerke einarbeiten. Zur Not ergooglet man sich eine der unzähligen Anleitungen, und schon nach wenigen Versuchen wird es leicht. Nur die englische Sprache ist manchmal für uns Deutsche ein Handicap, denn viele Social Media Plattformen sind noch nicht auf Deutsch übersetzt.

Mein Tipp: Spaß haben am Ausprobieren, sich konzentrieren auf das Ziel, diszipliniert durchhalten, was man im Redaktionsplan erarbeitet hat. Wenn ich drei Fotos pro Woche bei Flickr einstellen will, dann tu ich es auch! Und wenn ich drei Blogbeiträge pro Woche schreibe, dann schreib ich auch drei – und nicht mal nur zwei – die größte Gefahr bei Social Media PR ist tatsächlich das Versinken im Nebensächlichen.

Unternehmen müssen Vertrauen in ihre Social Media Beauftragten haben können, das ist unbedingte Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation. Und die Social Media Manager müssen tatsächlich führen, leiten, kontrollieren. Nur auf der Facebook Fanpage Gewinnspiele organisieren um möglichst viele Fans zu generieren ist vielleicht ein faszinierender „Sport“, bringt aber z.B einem produzierenden Unternehmen nicht viel mehr als Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Wer das Wesen der „Kommunikationsrevolution“ verstanden hat, kann es spielerisch mit seinen tausend und abertausend Facetten nutzen wie ein Jongleur. Er dreht an Stellschrauben und ist immer bereit, zu variieren und zu experimentieren. Dieses Wesen allerdings ist Grundvoraussetzung: Authentizität, Transparenz, Vertrauen und konstruktives Miteinander. Alles andere ergibt sich tatsächlich von selbst.

 

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