KI-Kompetenz ist für Verwaltungstätigkeiten sehr wichtig geworden. Schon aufgrund des EU AI Acts (Künstliche Intelligenz verändert Deutschlands Wirtschaft) ist es bei der Einstellung neuer Verwaltungskräfte wichtig, die KI-Kompetenz der Bewerber/Innen zu beurteilen. Dabei gliedert sich die erforderliche Kompetenz in 5 Felder, die bei der Einstellung geprüft werden sollten. In diesem Beitrag finden Verwaltungskräfte und alle weiteren Mitarbeiter, die Verwaltungsaufgaben haben (Sozialarbeiter, Pflegefachkräfte etc.) einen Selbsttest, der ihnen hilft, das eigene Wissen und die eigenen Kompetenzen einzuschätzen. Dieser Test wurde sorgfältig in Zusammenarbeit mit dem LLM-Modell Perplexity entwickelt und.
Meine KI-Kompetenz im Bereich Verwaltungstätigkeit
Der Test besteht aus fünf Blöcken, die auf den Leitlinien des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung beruhen. Mit diesen 5 Blöcken können Sie bei Ihrer Bewerbung um eine Verwaltungsstelle feststellen, ob Sie ausreichend auf den rechtskonformen Einsatz von generativer KI vorbereitet sind. Da der EU AI Act im Jahr 2026 in Kraft tritt, müssen Unternehmen darauf achten, dass ihre Mitarbeiter das notwendige Wissen und die rechtskonforme Nutzung von KI in ihre Aufgaben integrieren.
Test KI-Kompetenz Verwaltung
KI-Einstellungstest für Verwaltungsfachkräfte
50 Multiple-Choice-Fragen (je 1 richtige Antwort). Bitte notieren Sie sich Ihre Antworten in folgendem Muster: 1.B, 2D, 3A…. Am Ende des Tests finden Sie die Auswertung.
Block 1 – Grundlagen (1–10)
- Was unterscheidet klassische Automatisierung grundlegend von KI?
A: Automatisierung arbeitet immer in der Cloud
B: KI lernt aus Daten und erkennt Muster, statt nur feste Regeln abzuarbeiten
C: KI funktioniert nur mit Bildern, nicht mit Text
D: Automatisierung ist immer langsamer als KI - Was beschreibt ein „Machine-Learning“-System am besten?
A: Ein System, das nur nach starren Regeln arbeitet
B: Ein System, das ausschließlich manuell programmiert wird
C: Ein System, das aus Beispieldaten lernt und Muster ableitet
D: Ein System, das nur in der Forschung eingesetzt wird - Was ist ein typisches Merkmal generativer KI-Modelle wie Sprachmodelle?
A: Sie geben nur Ja/Nein-Antworten
B: Sie erzeugen neue Inhalte (Text, Bilder) auf Basis von Trainingsdaten
C: Sie können nur Zahlen berechnen
D: Sie arbeiten ausschließlich offline - Was bedeutet „Halluzination“ bei KI-Modellen?
A: Die KI stürzt ab
B: Die KI verweigert jede Antwort
C: Die KI gibt inhaltlich falsche, aber plausibel klingende Antworten
D: Die KI zeigt nur Bildfehler - Welche Aussage zu Daten und KI ist sinnvoll?
A: KI braucht keine Daten
B: Je weniger Daten, desto besser
C: Nur perfekte Daten sind nutzbar
D: Qualität und Relevanz der Trainingsdaten beeinflussen die Ergebnisse stark - Warum ist Kontext für KI-Antworten wichtig?
A: Ohne Kontext funktioniert KI gar nicht
B: Kontext ist nur für IT-Abteilungen relevant
C: Kontext hilft der KI, treffendere und passendere Antworten zu geben
D: Kontext verlangsamt die KI nur - Was bedeutet „Prompt“ in Bezug auf generative KI?
A: Die Programmiersprache der KI
B: Das interne Trainingsskript
C: Die Eingabeanweisung oder Frage, mit der die KI gesteuert wird
D: Die Hardware der KI - Warum müssen Verwaltungsfachkräfte KI nicht programmieren können, um sie sinnvoll zu nutzen?
A: Weil KI nur von externen Dienstleistern bedient werden darf
B: Weil es vor allem um Verständnis, Einordnung und sichere Anwendung der Ergebnisse geht
C: Weil KI sich selbst erklärt
D: Weil alle Aufgaben automatisch rechtssicher gelöst werden - Was ist ein typisches Risiko beim Einsatz von KI in der Verwaltung?
A: KI erhöht immer automatisch die Rechtssicherheit
B: KI ersetzt alle Fachkräfte
C: Falsche oder verzerrte Ergebnisse können unkritisch übernommen werden
D: KI kann keine Fehler machen - Wie sollte eine Verwaltungsfachkraft mit einem KI-Textvorschlag für ein Bürgeranschreiben umgehen?
A: Text ungeprüft übernehmen
B: Nur Rechtschreibung prüfen
C: Inhalt, Ton, rechtliche Vorgaben und Adressatenanliegen kritisch prüfen und ggf. anpassen
D: Text automatisch versenden
Block 2 – Recht, Datenschutz, Governance (11–20) - Woran erkennt man ein Problem, das sich gut für KI-Mustererkennung eignet
A: Es gibt nur zwei mögliche Antworte
B: Es gibt viele wiederkehrende, datenreiche Fälle mit Beispiele
C: Es gibt gar keine Date
D: Es betrifft ausschließlich Papierprozesse - Welchen Beitrag kann KI in der öffentlichen Verwaltung leisten?
A: Automatische Auflösung von Behörden
B: Ersetzen aller Mitarbeitenden
C: Unterstützung bei Auswertung, Strukturierung und Entlastung von Routineaufgaben
D: Abschaffung der Rechtsprüfung - Welche Daten gehören nicht in ein frei zugängliches, öffentliches KI-Tool?
A: Allgemeine Infos von der Behördenwebsite
B: Anonymisierte Beispieltexte ohne Personenbezug
C: Konkrete personenbezogene Daten (Namen, Adressen, Aktenzeichen)
D: Öffentlich zugängliche Gesetzestexte - Was ist bei der Nutzung externer KI-Tools (Cloud-Anbieter) besonders zu beachten?
A: Nur, ob das Tool kostenlos ist
B: Datenschutz, Auftragsverarbeitung, Serverstandort und Nutzungsbedingungen
C: Ob Kolleginnen es schon nutzen
D: Ob die Antworten hübsch formatiert sind - Was beschreibt den Begriff „Bias“ in KI-Modellen?A: Technischer Defekt im Server
B: Systematische Verzerrungen in den Ergebnissen, z.B. durch einseitige Trainingsdaten
C: Lange Antwortzeiten
D: Zu viele richtige Antworten - Wie sollte eine Verwaltung mit KI-Ergebnissen umgehen, die rechtlich heikel sein könnten (z.B. Bildnutzung)?
A: Direkt veröffentlichen
B: Auf private Geräte auslagern
C: Mit Rechtsstelle/Datenschutz abstimmen, Quellen prüfen und ggf. Alternativen nutzen
D: Komplett ignorieren - Warum reicht ein einmaliger Hinweis „Dieser Text wurde mit KI erstellt“ oft nicht aus?
A: Weil Bürgerinnen keine Hinweise lesen
B: Weil KI immer fehlerfrei ist
C: Weil zusätzlich Verantwortung, Prüfungspflichten und Dokumentation geregelt werden müssen
D: Weil Hinweise rechtlich verboten sind - Was ist im Umgang mit sensiblen Bürgerdaten zentral?
A: Prinzip „Need to know“ und strenge Zugriffskontrolle auch bei KI-Nutzung
B: Möglichst viele Personen einbinden
C: Alle Daten in externe Clouds geben
D: Daten zur Sicherheit doppelt auf Privatgeräten speichern - Welche Aussage zur DSGVO und KI trifft zu?
A: DSGVO gilt nur für Papierakten
B: DSGVO gilt auch für den KI-Einsatz und schützt personenbezogene Daten
C: DSGVO ist durch KI aufgehoben
D: DSGVO regelt nur Hardwarefragen - Welche Rolle spielen interne Richtlinien („Policies“) zum KI-Einsatz?
A: Keine, jede Person entscheidet spontan
B: Sie ersetzen alle Gesetze
C: Sie konkretisieren rechtliche Vorgaben und schaffen klare Regeln für sicheren KI-Einsatz
D: Sie sind nur für die IT interessant
Block 3 – Praktischer Einsatz & Prompting (21–30) - Welche Daten sollten niemals in ein öffentliches KI-Tool eingegeben werden?
A: Allgemeine Infos aus der Behördenwebsite
B: Interne Betriebsvereinbarungen ohne Personenbezug
C: Konkrete Aktenzeichen mit Klarnamen und Adressen
D: Öffentlich bekannte Gesetze - Warum ist rechtliches Basiswissen für KI-Anwenderinnen wichtig?
A: Nur Juristen brauchen das
B: Um eigenständig KI-Modelle zu programmieren
C: Um Risiken zu erkennen, Vorgaben einzuhalten und Ergebnisse korrekt einzuordnen
D: Um IT-Abteilungen zu ersetzen - Wie sollte eine Sachbearbeiterin vorgehen, wenn sie einen KI-Entwurf für einen Bescheid erhält?
A: Direkt unterschreiben
B: Fachliche Richtigkeit, Rechtsgrundlagen und individuelle Situation prüfen und ggf. überarbeiten
C: Nur Layout anpassen
D: Entwurf automatisch versenden - Wie kann KI im Wissensmanagement der Verwaltung sinnvoll eingesetzt werden?
A: Als reiner Ersatz für Akten
B: Zur Unterstützung bei Suche, Strukturierung und Zusammenfassung von Informationen
C: Nur für private Notizen
D: Gar nicht - Wie können Mitarbeitende Halluzinationen von KI erkennen?
A: An der langen Textlänge
B: Durch Gegencheck mit verlässlichen Quellen, Fachwissen und kritisches Lesen
C: Indem sie immer alles glauben
D: KI gibt nie falsche Fakten aus - Eine Kollegin nutzt KI, um Standardantworten auf Bürgeranfragen zu erzeugen. Was ist wichtig?
A: Antworten ohne Prüfung versenden
B: KI nur für besonders komplizierte Fälle nutzen
C: Musterantworten als Entwurf betrachten, rechtlich/fachlich prüfen und individuell anpassen
D: KI die Unterschrift überlassen - Was ist ein gutes erstes Vorgehen bei einem neuen KI-Tool in der Verwaltung?
A: Direkt produktiv in Bürgerverfahren einsetzen
B: Zuerst mit harmlosen, nicht personenbezogenen Testfällen experimentieren
C: Nur Werbung dazu lesen
D: Tool auf privaten Geräten ausprobieren - Wie kann KI bei der Auswertung einer Bürgerbefragung helfen?
A: Gar nicht
B: Antworten clustern, zusammenfassen und Muster sichtbar machen
C: Nur die Rechtschreibung prüfen
D: Nur Überschriften generieren - Eine Führungskraft möchte KI für die Protokollerstellung nutzen. Was ist sinnvoll?
A: Protokolle ungeprüft veröffentlichen
B: KI-Entwurf als Rohfassung nehmen und durch die Sitzungsleitung fachlich korrigieren
C: Nur Namen automatisch einfügen
D: Protokolle komplett durch KI ohne menschliche Beteiligung schreiben lassen - Ein Kollege nutzt KI für Textbausteine. Wie prüfen Sie die Qualität?
A: Nur Rechtschreibung
B: Inhaltliche Richtigkeit, Ton, Verständlichkeit und rechtliche Vorgaben
C: Nur Layout
D: Überhaupt nicht
Block 4 – Integration, Workflows, Kollaboration (31–40) - Welche Aussage zur Tool-Vielfalt ist sinnvoll?
A: Es reicht, nur ein KI-Tool zu kennen
B: Unterschiedliche Aufgaben erfordern unterschiedliche spezialisierte Tools
C: Alle Tools sind identisch
D: Tools sollen ständig gewechselt werden, ohne Einarbeitung - Wie sollte eine Verwaltungsfachkraft auf ein neues KI-Tool reagieren, das von der IT eingeführt wird?
A: Ablehnen
B: Ohne Einweisung nutzen
C: Sich informieren, schulen lassen, testen und Feedback geben
D: Privat installieren - Was ist ein guter Umgang mit Fehlern von KI im Arbeitsalltag?
A: Fehler ignorieren
B: Fehler dokumentieren, melden und daraus Lernimpulse für Prozesse ableiten
C: Tool sofort verbieten
D: Nutzende bestrafen - Was beschreibt einen sinnvollen „Mensch + KI“-Workflow?
A: Kein Mensch liest die Ergebnisse
B: Dokumentierte Nutzung, klare Verantwortlichkeiten, menschliche Endkontrolle
C: Ergebnisse gehen direkt an Bürger
D: Nutzung nur privat - Wie lässt sich KI in Teamarbeit gut nutzen?
A: Nur von der Leitung
B: Gemeinsame Tests, Austausch über Prompts und Ergebnisse, Festlegen von Standards
C: Nur im Homeoffice
D: Ohne Abstimmung - Welche Rolle spielt die IT-Abteilung im KI-Einsatz?
A: Keine, alles macht Fachbereich
B: Nur Hardwarekauf
C: Technische Bewertung, Sicherheit, Integration und Unterstützung der Fachbereiche
D: Nur Passwortvergabe - Warum sind Pilotprojekte für KI in der Verwaltung sinnvoll?
A: Um direkt alles zu automatisieren
B: Um nur neue Hardware zu testen
C: Um in begrenzten Bereichen Erfahrungen zu sammeln, Risiken zu verstehen und Standards zu entwickeln
D: Um Mitarbeitende zu ersetzen - Wie können Fachbereich und Datenschutz sinnvoll zusammenarbeiten?
A: Gar nicht
B: Datenschutz verhindert KI grundsätzlich
C: Frühzeitige Abstimmung, gemeinsame Bewertung von Risiken und Definition von Schutzmaßnahmen
D: Nur bei großen Projekten reden - Was ist ein realistisches Zielbild für KI in der Verwaltung?
A: Vollständige Abschaffung menschlicher Entscheidungen
B: KI als Werkzeug, das Mitarbeitende unterstützt, entlastet und bessere Services ermöglicht
C: KI als reiner Marketingbegriff
D: KI nur für Social Media - Welche Rolle spielt Feedback an die KI (z.B. „Diese Antwort war hilfreich“)?
A: Keine
B: Es hilft, künftige Ergebnisse zu verbessern und das Tool anzupassen
C: Es löscht Daten
D: Es schaltet KI ab
Block 5 – Haltung & Lernbereitschaft (41–50) - Warum ist Lernbereitschaft bei KI besonders wichtig?
A: KI ändert sich nicht
B: Tools sind statisch
C: KI entwickelt sich schnell, neue Tools und Funktionen entstehen laufend
D: Lernen ist nur für IT nötig - Was beschreibt eine hilfreiche Haltung gegenüber KI am besten?
A: Ablehnung aus Prinzip
B: Naive Begeisterung ohne Prüfung
C: Neugierig, experimentierfreudig, aber kritisch und verantwortungsvoll
D: Völlige Gleichgültigkeit - Wie sollte eine Führungskraft KI im Team einführen?
A: Ohne Beteiligung der Mitarbeitenden
B: Nur per E-Mail-Anweisung
C: Mit klaren Zielen, Raum für Tests, Schulungen und Feedback aus dem Team
D: Nur privat nutzen - Was kann Unsicherheit im Umgang mit KI reduzieren?
A: Verbote ohne Erklärung
B: Konkrete Schulungen, Leitfäden, Übungsräume und Austausch im Team
C: Verdrängung
D: Nur positive Beispiele - Wie lässt sich ein „KI-Reifegrad“ einer Person grob einschätzen?
A: Nur nach Alter
B: Nur nach Berufsbezeichnung
C: Kombination aus Wissen, praktischer Anwendung und reflektierter Haltung
D: Nur nach IT-Ausstattung - Was ist ein gutes Zeichen für verantwortungsvollen KI-Einsatz?
A: Niemand spricht darüber
B: Nur schnelle Ergebnisse zählen
C: Dokumentierte Nutzung, transparente Kommunikation und klare Zuständigkeiten
D: KI wird nur heimlich genutzt - Wie können Mitarbeitende eigene KI-Kompetenzen weiterentwickeln?
A: Gar nicht, das ist Sache der Führung
B: Durch Ausprobieren, Lernangebote, Austausch im Team und reflektierte Nutzung
C: Nur durch Präsenzpflicht
D: Durch Verbot von Fehlern - Was ist eine sinnvolle Erwartung an KI im Arbeitsalltag?
A: Sie löst alle Probleme
B: Sie ist immer unzuverlässig
C: Sie ist ein starkes Werkzeug mit Stärken und Grenzen, das richtig eingebettet werden muss
D: Sie ersetzt alle Regeln - Wie kann KI helfen, Motivation im Team zu stärken?
A: Durch Kontrolle
B: Durch Überwachung
C: Durch Entlastung von Routinen, Unterstützung bei schwierigen Aufgaben und neue Gestaltungsspielräume
D: Durch Kürzung von Pausen - Wie lässt sich der Satz „KI-Kompetenz ist ein kontinuierlicher Lernprozess“ im Arbeitsalltag übersetzen?
A: Einmalige Schulung reicht
B: Regelmäßig reflektieren, neue Tools testen, Erfahrungen dokumentieren und Prozesse anpassen
C: KI nur im Notfall nutzen
D: KI vermeiden, um Stabilität zu sichern
Richtige Lösungen (für Auswertung)
Block 1 (1–10):
1 B, 2 C, 3 B, 4 C, 5 D, 6 C, 7 C, 8 B, 9 C, 10 C
Block 2 (11–20):
11 B, 12 C, 13 C, 14 B, 15 B, 16 C, 17 C, 18 A, 19 B, 20 C
Block 3 (21–30):
21 C, 22 C, 23 B, 24 B, 25 B, 26 C, 27 B, 28 B, 29 B, 30 B
Block 4 (31–40):
31 B, 32 C, 33 B, 34 B, 35 B, 36 C, 37 C, 38 C, 39 B, 40 B
Block 5 (41–50):
41 C, 42 C, 43 C, 44 B, 45 C, 46 C, 47 B, 48 C, 49 C, 50 B
Falls Sie maximal 5 – 7 Fragen falsch beantwortet haben, können Sie beruhigt in das Einstellungsgespräch gehen. Sie sollten allerdings bei den falsch beantworteten Fragen recherchieren (gern mit einem KI-Modell), warum Ihre Antworten falsch waren.




