Richtig wünschen: Wie kann man glücklich werden?

Als Coach ist es meine Aufgabe, den mir Anvertrauten Unterstützung dabei zu geben, dass sie ein glückliches, selbstbestimmtes, erfülltes Leben führen. In meinen Coachings geht es dabei zentral um die Themen „Beruf“ und „Finanzielle Zukunft“. Doch natürlich sind auch private Lebensthemen entscheidend dafür, ob ein Mensch ein glückliches Leben führen kann. Zentral für die Kunst, ein glückliches Leben zu führen ist die Kunst, sich vorstellen zu können, wie so ein glückliches Leben aussehen würde. Woran würde ich erkennen, dass ich genau so lebe, wie ich leben will? Was sind die Voraussetzungen, dass man sich erfolgreich ein glückliches Leben wünschen kann?

Bild von emsquared auf Pixabay 

Tatsächlich habe ich festgestellt, dass Voraussetzung für das „richtige“ Wünschen mein Selbstwertgefühl ist. Bin ich es wert, ein glückliches Leben zu führen? Ist es die Welt wert, in ihr glücklich zu leben? Kaum jemand kann sich selbst aus ganzem Herzen lieben und schätzen. Kaum jemand kann wahrnehmen, dass die Welt schön ist und dass es normal ist, in ihr ein glückliches Leben zu führen – weil sie es verdient hat!

„Ich will mein Selbstwertgefühl steigern. Ich brauche meine Liebe zu mir selbst, um Tatkraft zu besitzen. Ich brauche die innere Sicherheit, genau so großartig und unaustauschbar zu sein, wie ich bin. Erst dann bin ich in der Lage, klar zu denken und mein Leben zu gestalten. Erst dann bin ich in der Lage, diese herausfordernde Welt schön zu finden“

Opfer oder Gestalter?

Wir wurden auf die Erde geworfen, nackt und hilflos, durch die Nabelschnur verbunden mit der Frau, die seit der Zeugung unser Universum war für 9 Monate. Wir brauchen diese Ernährerin, Schützerin, Führerin, Liebende, wir brauchen so viel, um heimisch zu werden auf diesem kalten, mangelbehafteten beängstigenden Planeten. Und gerade in dieser ersten, vorsprachlichen, hilflosen Zeit geht oft eine Menge schief. Wir leiden und wir speichern Schmerzen und Ängste – und lernen zu überleben…

Was wäre, wenn wir die Sichtweise erlangen könnten, dass unsere Seelen sich schon vor unserer Zeugung genau dieses Fleckchen Erde mit genau diesen Eltern und genau diesen Herausforderungen und Erfahrungen ausgesucht haben? Wenn das Leben auf der Erde für Menschenseelen so etwas wäre wie ein Abenteuer, eine Schule, ein sinnlicher und emotionaler Erfahrungsschatz, der zu Reife und Erkenntnis führt? Was wäre, wenn wir fühlen würden, dass wir von uns selbst gewünscht sind – genauso wie wir sind und mit genau unserem Vermögen, auf Freudvolles und Schmerzhaftes zu reagieren?

Ich erkenne mich selbst

Falls ich bereit bin mich und mein Leben als unaustauschbar richtig anzunehmen, bin ich im selben Moment versöhnt mit mir. Ich stehe staunend vor dem Spiegel und kann endlich stolz auf mich sein. Ich bin von mir, oder von meiner Seele, oder von etwas Göttlichem, oder von der Natur gewollt, ganz so wie ich bin. Alles was ich zu tun habe ist herauszubekommen, was ich mir wünsche. Denn wünschen ist gar nicht so leicht…

Die Kunst des Wünschens lernen

Bild von Jeff Jacobs auf Pixabay 

Es ist natürlich und richtig, sich ein leidensfreies, glückliches Leben zu wünschen. Wünschen wir uns Mangel, Strafe, Härte und Enttäuschung, sind das Überreste des Egos, das sich noch nicht richtig selbst lieben kann. Wir müssen zunächst unser Inneres freikehren von all dem Negativen, an das wir glauben. In der Psychologie nennt man dieses Negative „Glaubenssätze“. Erst wenn ich meine Zweifel, meine Verhärtungen, meine Enttäuschungen und meine Bitterkeit durch Vertrauen und ungetrübte Selbstliebe ersetzen kann, erlange ich die Zauberkraft des Wünschens. Erst wenn Unterbewusstes und Bewusstsein – Gefühl und Verstand – miteinander in Harmonie verbunden sind, kann ich erspüren, was ich wirklich wünsche.

Was wünsche ich mir?

„Ich wünsche mir ein Leben in Fülle. Ich wünsche mir ein Leben in Fülle bis zu meinem letzten Atemzug. Ich wünsche mir, dass es Allen, die ich liebe und mit denen ich verbunden bin, gut geht und dass ich in diesem erweiterten „Ich“ sorgenfrei und in Fülle lebe. Ich wünsche mir ein Leben, das mich erfüllt und ich wünsche mir Vertrauen in das, was passiert und was zum menschlichen Leben dazugehört – auch Vertrauen in den Tod.

Materielle Wünsche: Wünsche ich mir Geld? Reichtum? Luxus? Wünsche ich mir ewige Ferien? Ein Leben voller Weltreisen? Ein Haus am Meer? Was würde ich tun, wenn ich unendlich viel Geld hätte? Was wäre dann anders als jetzt?

Sicherheit: Wünsche ich mir ein langes Leben ohne Krankheit und Verfall? Wünsche ich mir, mindestens einhundert Jahre alt zu werden und dann von einem Moment auf den anderen tot umzufallen? Wünsche ich mir, dass mir kein Leid mehr passiert? Kein Schmerz, kein Verrat, keine Enttäuschung? Wünsche ich mir ein Leben in absoluter Sorglosigkeit im Kreis meiner Liebsten?

Lebensrolle: Wünsche ich mir, etwas zu leisten und in irgendeiner Form „die Welt zu verändern“? Wünsche ich mir, mich um meinen Nachwuchs, meine Kinder und Enkelkinder zu kümmern und sie zu lieben zu lehren, zu schützen und zu stärken? Wünsche ich mir, im Beruf Großartiges zu leisten? Wünsche ich mir, Verantwortung und Fürsorge zu übernehmen für meine Freunde, meine Nachbarn, meine Nächsten?

Wünsche ich mir, kreativ tätig zu sein? Etwas aus mir zu schaffen, was meine Schöpferkraft ausdrückt? Wünsche ich mir, mich im sportlichen Wettkampf mit anderen Menschen zu messen? Zu trainieren, zu verlieren, zu siegen? Wünsche ich mir, als Krieger zu leben und in Kämpfen immer wieder Grenzerfahrungen zu durchleben? Wünsche ich mir, „die Götter herauszufordern“ durch extreme Herausforderungen im Krieg, in der Natur, im Kampf um das Leben – oder in dem, was ich glaube?

Selbstverwirklichung: Wünsche ich mir, zu lernen, zu studieren, immer mehr zu verstehen? Wünsche ich mir, mir selbst immer näher zu kommen – und somit auch den Geheimnissen dieses Planten Erde? Wünsche ich mir, als Wissenschaftler, Arzt, Gelehrter, Kümmerer, Architekt oder Künstler tiefer zu graben und von den Klügsten der Klügsten zu lernen? 

Transzendenz: Wünsche ich mir, den Sinn des Lebens zu erforschen? Wünsche ich mir, mit all dem, was ich fühle, denke, spreche und tue, dem Geheimnis des Transzendenten immer näher zu kommen? Gleichgültig, ob als Straßenkehrer oder als Politiker, ob als Athlet oder physisch Eingeschränkter, gleichgültig ob in Schmerz oder Leidensfreiheit? Wünsche ich mir philosophische und spirituelle Weisheit?

Leben, lieben, geliebt werden

Habe ich die vollkommene Selbstliebe erfahren, habe ich mit allen Ansprüchen an mein Leben das freie, selbstbestimmte, von Fremdbestimmung und Ego befreite Wünschen gelernt. Man sagt, zu diesem Zeitpunkt ist es sogar möglich, sich in Metropolen erfolgreich einen Parkplatz zu wünschen..

Wünschen oder beschenkt werden?

Ich selbst wünsche mir keinen Parkplatz, weil ich mich lieber überraschen lasse, als dass ich alles auf Fingerschnipp bekomme, wonach mir gerade ist. Ich lasse mich gern beschenken vom Leben und greife ungern ein mit meinem kleinen Verstand und meinem kleinen Gefühlshorizont. Ich finde es OK, wenn mir in der Einkaufstasche die Sahne ausläuft und ich das ganze Haus putzen muss nach dem Einkauf. Ich finde es OK, wenn ich zwanzig Minuten laufen muss vom Parkplatz aus – fahre dann eben früh los. Das nenne ich Freizeit und Bewegung an frischer Luft. Fertig.

Ich bemühe mich, meinen Dschinn so selten wie möglich zu beauftragen, denn ich weiß, dass ich schon oft genug erfüllte Wünsche bereut habe… Lieber lass ich mich verwöhnen von einem Kosmos um mich herum, der weitaus intelligenter und vollkommener für mich sorgt, als ich es könnte.

Ich habe die Arbeit geschenkt bekommen, die mich glücklich macht, ich habe die digitalisierte Welt geschenkt bekommen, der ich unfassbar dankbar bin für ihren Komfort. Ich habe genau die richtige Mischung aus Anspannung und Entspannung, die mir gefällt, und ich bekomme viel Liebe und Anerkennung von meinen Mitmenschen, die mir erscheinen wie Engel oder eher Himmelsboten – und zwar alle. Die Einen verwöhnen mich, die Anderen ermahnen mich, wieder andere zwingen mich zu Veränderung – was will ich mehr?

Hast Du erst die bedingungslose Selbstliebe erfahren, wirst Du erleben, wie die Wolken auseinanderreißen und die Sonne Deine Welt erleuchtet. Und auch, wenn Du zwischendurch immer wieder Mal in Zweifel und Mutlosigkeit verfällst – wer es einmal erfahren hat, kann es immer wieder erfahren. Das erste Mal ist bekannter Weise immer am Schwersten. Ich verspreche es: Ein glückliches Leben ist möglich.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.