So, jetzt ist’s aber genug: Schuldgefühle

Mein Dr. Jekyll und mein Mr. Hide sind seit einer geschlagenen Woche in meinem Hirn in einen Schlammcatch-Showkampf verwickelt. Wie immer geht es um die Vorherrschaft über diese Eva da unten. Im Moment hat Dr. Jekyll die Oberhand, schätze es steht 6 zu 4. Der gute, edle Mensch hat einen Griff wiederentdeckt, der seinem Schattenzwilling aus dessen festen Stand bringt. Dieser Griff heißt „Schuldgefühle“.

Bild von SilviaP_Design auf Pixabay 

Und ich sitze da unten auf der Zuschauerholzbank und feure Mr. Hide an. „Wehr Dich! Gib nicht auf!“ Jede Nacht träume ich schlecht wegen der Sünden, die ich begangen habe, bereue und gerate in Panik, wenn ich an die Bestrafungen denke, die mir aufgrund meiner egoistischen Vergehen zusteht. Hölle, Klapse, Knast? Such Dir was aus!

Eva und Maria

Vor vielen vielen Jahren haben sich in mir die lichte und die dunkle Seite versöhnt. Ich war etwas älter als dreißig, als es passierte. Durch mein unverschämtes Glück, „Eva-Maria“ getauft zu sein, hatte mich die Aufgabe ja schon von klein auf begleitet. Die heilige Maria und die Ursünderin Eva mussten sich seit dieser Versöhnung nicht mehr abwechseln mit ihrer Vorherrschaft – sie nahmen sich bei den Händen und fanden sich gegenseitig cool.

Dr. Jekyll und Mr. Hide

Heute empfinde ich diese aktuelle Schlammcatcherei eher als männlich. Heute lebe ich finanziell unabhängig, gestaltungsfähig, eher herrschend als dienend. Mein Königreich kann natürlich täglich fallen, ich weiß. Vielleicht werden sich dann die weibliche und männliche Seite in mir vereinen? Man wird sehen.

Heute also ringen Dr. Jekyll (der jesusgleiche Prophet) und Mr. Hide (der skrupellose Profiteur) um meine Sehnsucht, mich so zu lieben, wie ich bin. Ach, ich liebe Beide dafür, dass sie sich so abmühen. Kann mich gar nicht entscheiden, wen ich lieber mag.

Der Heilige und der Verbrecher

OK, Mr. Hide finde ich schon ganz schön attraktiv. Verbrecher haben etwas Anziehendes für mich. So wie Tommy Shelby, der Boss in „Peaky Blinders“.

Aber Dr. Jekyll bete ich regelrecht an. In meinem Kinderzimmer klebte ein Poster von dem jesusgleichen Che Guevara – mit Anarcho-Stern auf rotem Hintergrund. Er war sooooo schön! Sooooo überirdisch selbstlos! Gab sein Leben für die Armen im Kampf (dachte ich damals).

Es reicht

Lange Rede, kurzer Sinn: Es reicht. Ja, ich bestehe aus Licht und Schatten, bin gut und bin böse, bin Engel und Narzisst. Man mag mich, man hasst mich, man fürchtet und verachtet mich, man nimmt und verlässt mich, man applaudiert und verdammt.

Ich will die sein, die stolz Licht und Schatten zeigt, ohne etwas zu verstecken. Ich will die sein, die anderen Menschen hilft, ihren Mr. Hide aus dem Schlammgrab zu ziehen und ihn aufrecht und erlöst neben Mr. Jekyll zu stellen – für alle sichtbar.

Schuld und Versagen

Was bei Frauen die Schuldgefühle sind (ich liebe nicht genug – ich gebe nicht genug – ich bin schuld am Leid meiner Liebsten…) Ist bei Männern das Versagen (ich leiste nicht genug – ich bin nicht genug – ich hab‘ nichts, kann nichts, bin nichts). Erst wenn wir stolz auf uns sind in unserer kompletten Größe, erst wenn wir frei von Schuld- und Versagensgefühlen sind, können wir zu Freiheit und klarem Denken kommen. Erst dann können wir uns versöhnen mit Allem, was um uns ist.

Ich konnte damals, als Eva und Maria sich versöhnten, meine Eltern klar erkennen in ihren wundervollen Persönlichkeiten. Befreit von Schuld und Versagen wurde mein Blick so klar wie durch eine geputzte Brille. Nun bin ich es selbst als Mutter, die sich erkennt in ihrer wundervollen Einzigartigkeit. Nun bin ich reif, nach innen zu schauen und mich selbst zu ehren als die Bestmögliche für meine Kinder – ganz so wie ich bin.

Also Dr. Jekyll und Mr. Hide, ist gut jetzt. Kommt runter vom Ring, macht Euch frisch, zieht Euch was Schönes an und wir gehen zusammen was trinken. Genug gekämpft – jetzt wollen wir feiern für den Rest unseres Lebens auf Erden. Und fleißig sein Tag für Tag. Das Leben ist ein Fitnessstudio – es gibt viel zu tun: Packen wir’s an.

Eva Ihnenfeldt: Coach

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Eva Ihnenfeldt
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Impressum

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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