Was bedeutet Arbeit für Dich? Was für mich?

Der Arbeitsbegriff ist in unserer Gesellschaft im fast revolutionären Wandel. Früher ging man in Zeiten des industriellen Aufbaus arbeiten, um zu überleben; später „damit es die Kinder einmal besser haben“. Heute sind die Anforderungen in vielen Jobs so gravierend geworden, dass von den Mitarbeitern erwartet wird, dass sie für ihr Aufgabenfeld „brennen“. Auf der anderen Seite schreitet die Automatisierung so schnell voran, dass mit einem enormen Arbeitsplatzverlust gerechnet wird. Alles, was berechnet werden kann, können Maschinen berechnen – und alles, was ohne händische Arbeit verrichtet werden kann, können Computer übernehmen (z.B. die Kasse im Supermarkt). Doch was bedeutet diese Entwicklung für uns Menschen?

Was bedeutet Dir „Arbeit“?

Bild von Lubos Houska auf Pixabay 

Um weiterhin im Wirtschaftssystem Sicherheit und Perspektive zu haben, sollte man genau den Beruf ausüben können, für den man „brennt“. Anders ist die Aufgabenflut, der Anspruch an Entscheidungsfähigkeit und Selbstorganisation, die professionelle Teamarbeit, die zeitliche Flexibilität und die ständige Weiterentwicklung der technischen Rahmenbedingungen nicht mehr zu bewältigen. Nicht umsonst rutschen immer mehr Menschen in den Burnout.

Für welche Art von Beruf sind wir bereit, diese Opfer zu bringen? Für welche Tätigkeit können wir diese Flexibilität, diesen Arbeitseinsatz und diese ständige Bereitschaft zur Weiterbildung leisten? Und wie muss ein Team aussehen, das uns Kraft gibt und unsere seelische Ausgeglichenheit fördert? Wofür springen wir jeden Montag morgen begeistert aus dem Bett?

Es lohnt sich einmal in Ruhe aufzuschreiben, was „Arbeit“ für uns bedeutet. Man kann auch zunächst aufschreiben, wie man zurzeit „Arbeit“ empfindet – und wie man es im Idealfall beschreiben würde. Und man kann anschließend bewerten, ob man die Idealvorstellung von „Arbeit“ für sich realisierbar sieht. Ich persönlich lebe in meinem Arbeits-Ideal seit 2004 – das Jahr, in dem ich mich selbstständig gemacht habe. Es gab viele Höhen und Tiefen. Auch Existenzängste sind mir nicht fremd. Doch das, was ich tue, entspricht so sehr meinem Ideal von „Arbeit“, dass ich noch möglichst lange arbeitstätig sein will.

Was bedeutet „Arbeit“ für mich?

Arbeit bedeutet in erster Linie für mich, gebraucht zu werden. Ich wache morgens auf mit dem Gedanken, was auf mich wartet, was ich vorhabe, vielleicht vergleichbar mit dem, was ein Bauer denkt, wenn er aufsteht. Ich bin stolz darauf, was ich arbeite. Und ich lerne ständig dazu. Arbeit gibt mir Sinn.
Arbeit bedeutet für mich, ein materiell gutes Leben zu führen. Ich kann mir alles leisten, was mir Spaß macht. Ich habe keine Angst vor Schulden, vor teuren Reparaturen, ich fühle mich sicher.
Arbeit bedeutet für mich, dass ich in Bewegung bleibe. So wie man mit seinem Hund Gassi geht und sich um Anregungen für sein Gehirn kümmert, so kümmere ich mich um mein Gehirn und meinen restlichen Körper mit meiner Arbeit. Ich sorge dafür, dass mein Körper nicht fettleibig wird und dass ich keinen Muskelschwund bekomme. Ich ernähre mich gut und bleibe dynamisch durch die ständigen täglichen Herausforderungen. Arbeit ist Training für ein gesundes, hoffentlich langes Leben in Zufriedenheit und Spannung.
Arbeit bedeutet für mich in erster Linie eine Quelle des Glücks. Wäre ich finanziell versorgt (zum Beispiel durch Rente) würde ich sicher ehrenamtlich tätig sein. Doch lieber ist mir, Geld für meine Arbeit zu erhalten, da ich nicht möchte, dass mir jemand dankbar ist für das, was ich tue.

Ich mag keine Dankbarkeit – ich mag fairen Handel. Und den habe ich. Meine Klienten erhalten meine Dienstleistung in der Regel kostenfrei – mein Kunde ist die Öffentliche Hand, die sehr gern Coaches in Anspruch nimmt, um Menschen im beruflichen Wandel zu unterstützen.

AVGS-Job- und Karrierecoaching über die Bundesagentur für Arbeit

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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