Aus dem Alltag einer Dozentin: „Und dann muss man auch noch die Böse sein“…

Maik Swienty im BAR Unterricht

Eigentlich möchte ich ja als Dozentin nur meine Teilnehmer, Schüler und Studenten stärken, möchte dass sie an sich glauben, dass sie eifrig und intrinsisch motiviert freiwillige Höchstleistungen bringen. Doch so ist es natürlich nicht – die Einen haben sich zu wenig Zeit genommen, andere haben die Aufgabenstellung nicht richtig verstanden (oder unterschätzt)  und Einige können die Aufgabe einfach nicht so gut bewältigen, weil sie mehr Praktiker sind als Theoretiker.

Dann komme noch ich hinzu als subjektiver Faktor! Habe ich den Unterricht bestmöglich gestaltet? Habe ich die Teilnehmer von Anfang an genügend auf die Anforderungen an die Prüfung aufmerksam gemacht? Habe ich überhaupt die objektive Neutralität und Kompetenz, um gerecht zu bewerten? Habe ich jeden Einzelnen innerhalb meiner Möglichkeiten genügend gefördert und gecoacht?

Spaß macht es nicht, schlechte Noten zu geben und mit einem Federstrich die berufliche Zukunft von mir anvertrauten Menschen zu beeinflussen. Am liebsten würde ich allen die besten Noten geben und mich damit aus der Affäre ziehen: „Das Schicksal wird schon jeden an die für ihn gedachte Stelle bringen – warum soll ich da ein selektierender Filter sein? Ich möchte vor allem, dass sich alle an ihre Zeit mit mir positiv und motivierend erinnern“. Am liebsten würde ich (Wie bei der Ausbildung der IHK-Wirtschaftsfachwirte) die Bewertungen der Prüfung an eine neutrale Instanz abgeben und auf diese Weise „sauber“ bleiben.

Doch ich unterrichte auch an Hochschulen und bei Bildungsträgern, und da bin ich nun mal die verantwortliche „Richterin“. Darum schreibe ich diesen Beitrag für alle enttäuschten Prüflinge: Es kann natürlich sein dass es Dozenten gibt, die sich mit ihren Bewertungen an „Störern“ und nervigen Schülern rächen. Und natürlich gibt es die menschliche Eigenschaft der emotionalen Befangenheit. Aber glaubt mir: Wir machen es uns alle nicht leicht und nur wenige Dozenten empfinden „Genuss“ beim negativen Bewerten. Genau das Gegenteil! Oft macht es einen Dozenten richtig wütend, eine Arbeit schlecht beurteilen zu müssen, weil er das Rad zurückdrehen und dem Teilnehmer eine zweite Chance geben möchte – doch das geht dann nicht mehr!

In unserer Business Academy Ruhr haben wir eine ideale Lösung gefunden: Die Teilnehmer werden über den gesamten

Maik Swienty im BAR Unterricht

Bei der Weiterbildung zum Social Media Manager (IHK) haben wir in der Business Academy Ruhr eine gute Bewertungslösung gefunden. Auf dem Bild Rechtsanwalt Maik Swienty

Zeitraum hinweg gecoacht bei der Erstellung der Facharbeit. Sie dürfen die erarbeiteten Teile nach und nach einreichen und erhalten Feedback von uns Lehrgangsleitern – so haben sie die Chance, sich bis zur Prüfung permanent zu verbessern und eine optimalen Facharbeit abzuliefern – und beide Seiten haben ein gutes Gewissen.

Doch ansonsten ist so eine Luxus-Betreuung natürlich nicht möglich – das klappt nur in ganz kleinen Gruppen und über lang gestreckte Zeiträume. Ich verspreche dass ich mich nach Kräften bemühe, gerecht und neutral zu beurteilen, ohne Ansehen der Person und ohne persönlichen Hintergedanken – und dass ich mich ständig optimiere in meinem Unterricht, um auf die Ernsthaftigkeit der Prüfungsergebnisse eindringlich hinzuweisen und Hilfestellung bei der strukturierten Zeitplanung zu geben. So und jetzt verlinke ich noch auf einen Beitrag aus der Karrierebibel, der vielleicht nützlich ist für die Umsetzung:

Wissenschaftliches Arbeiten: 10 Regeln müssen Studenten beachten

 

 

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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