KfW-Gründungsmonitor 2009: Rückgang der Existenzgründungen wird langsamer

Seit der Abschaffung der Ich-AG hat sich die Zahl der Existenzgründungen rapide verringert. Doch nun beginnt der Rückgang, sich zu verlangsamen. Laut KfW-Gründungsmonitor 2009 haben sich im vergangenen Jahr 797.000 Menschen in Deutschland selbständig gemacht. Das bedeutet im Vergleich zu 2007 zwar immer noch sieben Prozent weniger – doch 2007 waren es im Vergleich zu 2006 sogar 21 Prozent Rückgang.

Vor allem die Vollerwerbsgründungen haben sich erholt (plus 5%). Die Nebenerwerbsgründungen sind um 14 Prozent zurückgegangen. Jeder fünfte Gründer war zuvor arbeitslos.

Weiter Ergebnisse im Überblick:

  • mehr als ein Viertel aller Existenzgründer überlebt nicht die ersten drei Jahre
  • Drei von vier Gründungen (72%) sind Einzelgründungen ohne Mitarbeiter
  • Der Bruttobeschäftigungseffekt je Gründung betrug 1,6 Vollzeitstellen (inklusive Gründer) und 0,3 vollzeitäquivalente Stellen im Nebenerwerb (ohne Gründer)
  • Insgesamt sind im Jahr 2008 449.000 vollzeitäquivalente Stellen entstanden
  • 86 Prozent aller Gründungen liegen im Dienstleistungssektor. Im produzierenden Gewerbe waren es nur 4%
  • 15 Prozent aller Gründungen sind innovativ
  • Gut zwei Drittel (71%) aller Gründer brauchen Finanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel. Davon setzen 66% ausschließlich eigene Mittel ein (2207 waren es 59%; 2006 44%)
  • Von allen externen Finanzierungen liegen 74 Prozent im Mikrofinanzbereich (bis 25.000 Euro)
  • 17 Prozent der Gründer gaben an, Finanzierungsprobleme zu haben. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass nur21 Prozent überhaupt eine Fremdfinanzierung erwägen
  • Gründer, die externe Finanzierungen einsetzen, sind mit 36% doppelt so häufig von Finanzierungsschwierigkeiten betroffen wie andere Start-Up-Unternehmen

Quelle: Finanznachrichten

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