Was ist eigentlich ein BarCamp? Mein Beitrag zur #Blogparade 2014

Mein erstes BarCamp im August 2009 in Essen. Ich war einfach hin und weg - zu Recht!

Rouven Kasten hat am 22. Juli eine Blogparade gestartet zum Thema „Nutzen von BarCamps“. Gern werde ich einen Beitrag dazu beisteuern, denn oft werde ich gefragt: „Was ist denn eigentlich ein BarCamp?“. Die Blogparade läuft im Rahmen eines Callcenter-BarCamps, das am 5. September 2014 in Köln starten wird. Mitmachen kann man noch bis zum 30. August. Also wer noch Lust hat: Mitmachen!

Zur Blogparade „Nutzen von BarCamps“, die vom 22. Juli bis zum 30. August 2014 läuft. Drei Fragen begleiten Blogger, die ihren Teil dazu beisteuern möchten:

– Welches Barcamp war für Dich das nützlichste?
– Welche Session hat Dir bisher am meisten geholfen?
– Auf welches Barcamp gehst Du als nächstes?

Was ist eigentlich ein BarCamp?

Ein BarCamp ist eine Konferenz, bei der die Rollen von „Veranstalter“, „Experten“, „Teilnehmer“ und „Themen“ zusammenfließen. Das heißt, dass sich alle Beteiligten verantwortlich fühlen für das Gelingen der Konferenz. Die Besucher sind eingeladen, sich als Experte einzubringen – getreu dem Motto: „Jeder Mensch ist auch Experte!“. Die Veranstalter haben zwar viel damit zu tun, Sponsoren zu gewinnen, Räumlichkeiten und Rahmen zu organisieren, Tickets zu veräußern und die Konferenz zu bewerben – doch inhaltlich lassen sie offen, wer was wem vermittelt – bzw. über welche Themen diskutiert wird.

Das Ganze entspringt der Web 2.0-Philosophie, die maßgebend dazu beigetragen hat, dass im Internet Sender und Empfänger auf einer Stufe stehen. BarCamps sind sozusagen eine Übertragung dieser Philosophie ins „Offline-Leben“. Experten und Zuschauer kommen auf eine Ebene, Rollenwechsel und lebhafter Austausch ist ausdrücklich erwünscht.

Weiterhin leben BarCamps davon, dass sie keine Barrieren über hohe Eintrittspreise schaffen. Bei einem BarCamps sitzt der Konzern-Manager neben dem Gründer oder Web 2.0-Begeisterten, der gerade auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist. Das funktioniert seit 2005, wo Tim O’Reilly die ersten Tagungen inklusive Camping anbot. Das Wort „Bar“ ist nichts weiter als ein Platzhalter in der Programmiersprache, genau so wie das Wort „Foo“. So hieß die erste „Un-Konferenz“ von O’Reilly noch „FooCamp (Frieds of O’Reilly).

Welches BarCamp war für mich mein nützlichstes?

Natürlich mein erstes! Es hieß „BuzzCamp“, und war ein von Robert Basic organisiertes BarCamp für alle, die sich eine Web 2.0-Onlinezeitung wünschen und

Mein erstes BarCamp im August 2009 in Essen. Ich war einfach hin und weg - zu Recht!

Mein erstes BarCamp im August 2009 in Essen. Ich war einfach hin und weg – zu Recht!

an dieser Vision mitgestalten wollten. Das war im August 2009, und ich war völlig fasziniert von der Atmosphäre im Unperfekthaus in Essen – und von der ungezwungenen Art, konstruktiv und partnerschaftlich an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten. Ich kann mich zwar nicht mehr an die einzelnen Sessions erinnern, aber ich weiß noch genau, wie die Nerds mit ihren Laptops das ganze Wochenende über an einer möglichen Gestaltung der Bürgerreporter-Plattform friedlich und ohne materielle Interessen gemeinsam arbeiteten. Ich konnte es nicht glauben: Das ist möglich? Wissen teilen und gemeinsam Projekte verwirklichen – einfach aus Spaß und Freude am Schaffen?

Welche Session hat mir bisher am meisten geholfen?

Seit 2009 war ich auf vielen BarCamps – bei allgemeinen mit mehreren hundert Teilnehmern, zu denen Nerds und Web 2.0-Begeisterte aus ganz Deutschland anreisen – und auf vielen ThemenCamps, die eine spezielle Nische bedienen, StartCamps für die Kultur, ein GoogleplusCamp, MonitoringCamp, Foursquare-Camp… Erinnern kann mich besonders gut an eine Session, in der es um kollaboratives Arbeiten ging. Der Session-Geber verstand es ausgezeichnet, sich in die Rolle des Moderators zurückzuziehen, und es wurde ein sehr lebendiger Austausch von Geschäftsführern und Mitarbeitern aus Unternehmen, die kollaboratives Arbeiten praktisch nutzen. Ich lernte so viel über Software, Workflows, Schwachstellen, Probleme und deren Lösungsansätze – und wann Technik immer noch durch Papier ersetzt werden muss in Projekten. Seit dieser Session bin ich totaler Fan von Enterprise 2.0 – das war wie eine Initiation.

Auf welches BarCamp gehe ich als nächstes?

Mein nächstes BarCamp ist am 23. und 24. August in Köln. 200 Teilnehmer sind dabei, ich hatte mir rasch ein Ticket gesichert – leider ist es schon länger ausverkauft (Achtung – manche BarCamps sind schon nach wenigen Minuten ausverkauft!). Ich freue mich schon sehr darauf, viele bekannte Gesichter zu sehen. Und natürlich werde ich überlegen, was ich selbst zu dem Gelingen der Veranstaltung beitragen kann. Denn wie gesagt: Dankbarkeit für die vielen tollen Inputs zeigt man am besten, indem man selbst etwas dazu beisteuert. Da wird mir sicher noch etwas Gutes zu einfallen…

 

 

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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