Wie die ZEIT berichtet, ist nach Studien jeder vierte Selbständige süchtig nach seiner Arbeit. Auch viele Angestellte, vor allem Führungskräfte, leiden unter einer Sucht, die von der Gesellschaft eher honoriert wird als geächtet: keine freien Tage, kein wirkliches Loslassen der Arbeit findet statt, auch am Wochenende wird noch geplant und gearbeitet – Workaholics haben direkt Panik vor zu viel freier Zeit…
Woran erkennt man diese tückische Sucht?
Betroffen sind vor allem Menschen, die in ihrer Kindheit Anerkennung und Liebe über Leistung erhielten. Denn das Programm, das wir als Kinder verinnerlicht haben, ziehen wir auch als Erwachsene meist unreflektiert durch – nur sehr schwer löst sich der Mensch von frühkindlichen Konditionierungen.
Anerkennung bedeutet emotionales Wohlbefinden. Lob und positive Zuwendung bedeuten dem Workaholic mehr als Erholung und Genuss. Die Krankheit kann auch Mitarbeiter befallen, die einfache Routinarbeiten durchführen. Doch häufig sind Führungskräfte betroffen, die sich mit ihrer Arbeit und ihrem Unternehmen so identifizieren, dass die Familie zu Hause eher als Belastung, Enttäuschung, häufig sogar als Stressfaktor angesehen wird.
Akute Symptome der Sucht sind
- ständiges Durchdenken von geschäftlichen Angelegenheiten
- keine freien Wochentage
- Verzicht auf Urlaub
- Schlafmangel
- Keine Freude an reinen Freizeitvergnügen, die völlig unabhängig vom Beruf sind
- keine Freundschaften, die nicht mit Geschäft/ Beruf zusammenhängen
- Arbeits-Flucht vor Familie, Beziehung, Freunden und Angehörigen
Die Arbeitssucht führt häufig zum Burnout. Ein Burnout kann auch zum Tode führen. In Japan gibt es sogar schon ein Wort dafür: „Karoshi“ beschreibt den plötzlichen Tod durch Überarbeitung. Symptome eines Burnouts sind:
- Schlafstörungen/ Schlaflosigkeit
- Schweißausbrüche, Herzrasen, Zittern
- Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Panikattakten
- Plötzlich auftretende Phobien
- Launenhaftigkeit, Stimmungsschwankungen
- Medikamentenmissbrauch, Alkohol, illegale Drogen
- private Isolation, privater Rückzug
Im fortgeschrittenen Stadium führt Burnout zu Depressionen, Selbstmordgedanken, Antriebslosigkeit. Setzt erst jetzt eine Therapie ein, sind die Heilungschancen geringer als bei Alkoholsuchterkrankungen.
So weit sollte MANN oder Frau es nicht kommen lassen!!!
Wer in schwierigen Zeiten einen klaren Kopf behalten will, sollte sorgsam mit sich umgehen – falls es nicht zu spät ist. Work-Life – Balance ist das Zauberwort. Aber wie macht man das, auf sich selbst aufzupassen???
Möglichkeit Nummer 1: Sie kommen mit mir am 18.04.2010 für eine Woche ins Kloster
Möglichkeit Nummer 2: Sie machen einen Test, der die Warnsignale abfragt. Anschließend wissen Sie, wie gefährdet Sie sind
Möglichkeit Nummer 3: Sie beginnen mit einer Körpertherapie, damit Sie lernen, sich zu spüren!
Möglichkeit Nummer 4: Sie vereinbaren ein Coaching und schauen, was Sie wirklich möchten!
Auf jeden Fall sollten Sie auf die Bremse treten und Lösungen suchen. Möglicherweise brauchen Sie eine professionelle Hilfe. Brigitte Jülich