Vom perfekt inszenierten Menschen zum KI-Influencer…

„Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen…“ Als Kind sang mir meine Mutter oft vor von dem Bübchen, das seine Mutter um ein Pferd anbettelte. Die Geschichte geht schlecht aus, kann ich Euch sagen. Mir kamen stets die Tränen, wenn sie das Lied sang – und ich schwor mir, nie, nie, nie so zu werden wie der Junge, der seine teuren Wünsche noch sehr bereuen sollte…

Heute leben wir in einer Zeit, in der Konsumwünsche eine Selbstverständlichkeit sind. Schon kleine Kinder wissen, welche Fashion-Marken angesagt sind. Und nicht nur Konsumwünsche reichen, um unsere Sehnsüchte zu erfüllen! Wünsche nach dem perfekten Moment, der perfekten Unterhaltung, dem perfekten Verständnis, der perfekten Liebe und der vollkommensten Rücksichtnahme auf unsere seelische Verfassung gehen weit über den Wunsch nach einem Pferd hinaus.

Wer es hören will: Auf das Bild klicken und schon singt Heintje „Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen“

Hurra, Hurra, KI-Avatare als perfekte Verkäufer sind da!

Die Wirtschaft will nur eins: verkaufen. Von der Bergung der Rohstoffe über die Vorproduktionen, die Lieferketten bis hin zum Markenstempel geht es wirtschaftlich immer nur um eins: Menschliche Bedürfnisse erfüllen gegen Cash. Verkaufen, verkaufen, verkaufen.

Der Schrei nach Liebe

Heute wünschen wir Menschen uns vor allem Angebote an Zuneigung, Anerkennung, Unterhaltung, Lust und Abwechslung aus dem riesigen Kaufhaus Mutter Erde.

Essen, Trinken, Heizung und was zum Anziehen haben wir. Heute geht es uns um Selbstverwirklichung! Bloß keine Langeweile! Bloß keine Anstrengung ohne winkende Belohnung.

Da menschliche Verkäufer unsere Anforderungen an Wunscherfüllung zumindest online nicht erfüllen können, haben wir uns zunehmend an Influencer gehängt, die sich bei Instagram und TikTok präsentieren mit allem möglichen Zeugs, das käuflich erworben werden kann. Eine Zeit lang macht es Spaß, solche menschlichen Influencer, die von Fans, Aufrufen und Kommentaren leben, tanzen zu lassen wie früher angekettete Bären auf der Kirmes. Zeig, was Du kannst, tanz!

My new BFF“ (= best friend forever)

Doch es ist noch nicht perfekt. Es muss noch besser gehen. Wir wollen Influencer, die auf unsere Ansprache reagieren. Influencer, die auf unser Kommando hören und sich dankbar zeigen, wenn wir ihre Waren kaufen. Wir wollen Influencer, die uns lieben und die unsere Freunde werden.

Wie gut, dass die Technik für KI-Avatare schon so weit fortgeschritten ist! KI-Influencer stehen zumindest in China 24 Stunden täglich bereit, um Zuschauer in Livestreams von den Produkten ihrer Besitzer zu überzeugen. Sie sind ansprechbar, reagieren individuell auf Ansprache wie in einem Discord-Stream. Sie werden nie müde und tun alles, was das Publikum erfreut.

Einmal hat es ein Zuschauer über den Prompt „Spiele die Rolle von einem Katzenmädchen“ geschafft, eine sexy KI-Influencerin 46 Sekunden lang miauen zu lassen. Es ist noch verbesserungswürdig, doch was Chatbots gelernt haben, lernen auch die virtuellen Verkäufer: schmeicheln, loben, lieben, bewundern und gehorchen… Hauptsache, Mensch kauft.

Hier ein Beispiel aus China, wo Live-Verkaufsshows mit virtuellen Verkaufsbots sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Erste Tests auf westlichen Plattformen wie Tiktok und YouTube laufen schon – doch die sprachlichen und kulturellen Eigenarten sind noch nicht perfekt auf die KI-Avatare zugeschnitten.
Der Standard vom 23.08.25 – Chinas Onlinehändler ersetzen menschliche Verkäufer durch KI-Avatare

Es geht voran. Neben KI-Liebespartnern, KI-Freunden und KI-Therapeuten sind nun auch KI-Verkäufer für uns da – von klein auf. „Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen…“ – da fällt dem Verkaufsbot sicher was zu ein.

Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine Kraft Was wäre, wenn wir dank Streaming, YouTube und Social Media unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität – selbstbestimmt mit Bedeutung gefüllt? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir ihre Realität neu – nicht Fakten entscheiden, sondern die selbstgewählten Interpretationen. So können meine Klienten erkennen, wie großartig sie sind. Die Superhelden-Transformation In meiner Kindheit wurde ich zur Superheldin, um zu überleben. Fantasie rettete mich: unsichtbare Gefährten, Zauberwelten, starke Vorbilder aus dem Fernsehen – mutig, selbstbewusst, unregierbar. Als Einzelkind träumte, malte, schrieb und spielte ich mir ein emanzipiertes Leben mit meinen Barbies zurecht. Ab der Pubertät wurde ich meine eigene Superheldin: halb Heilige, halb Rebellin – mal Mary Poppins, mal Cruella de Vil. In der prozessorientierten Psychologie heißt das: Traumwelten aufbauen. Mein Coaching Heute baue ich mit Klienten Superhelden-Traumwelten. Als „heilige Verbrecherin“ gehe ich auf Augenhöhe: Ich antworte offen auf ihre Fragen zu meinem Leben und zeige Wege in ihre einzigartige Großartigkeit. Erfahrung zeigt: Nicht Geld, Macht oder Liebe machen glücklich – sondern die Überzeugung, ein fantastischer Superheld zu sein. Ob Soldat, Mutter oder Rebellin: Erkenne Deine Kraft, handle danach. Wie wir arbeiten Wir tauchen wie Alice im Wunderland in Deine persönliche Realität: spüren Abenteuer aus, wachsen durch selbstbestimmte Entscheidungen. Formate (Videocalls fallen weg – die schaffen künstliche Distanz) Telefon (mit Protokoll) WhatsApp-Chat Persönliches Treffen (z. B. Café) Honorar Frei vereinbart im Erstgespräch – passend zu Deiner Situation. Bereit für Deine Superhelden-Geschichte? Lass uns starten!

steadynews.de

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