Was unterscheidet Unternehmerinnen von Freelancern? Sie gehen raus aus der Komfortzone

Always busy oder business: Viele Unternehmerinnen arbeiten selbst und ständig. Wie schafft man es als Unternehmerin am Unternehmen anstatt permanent im Unternehmen zu arbeiten? Das war die Frage, die rund 40 Unternehmerinnen am Dienstagabend in den Dortmunder Flughafen geführt hat. Hierhin hatte das DONNA Unternehmerinnen-Netzwerk Westfälisches Ruhrgebiet e. V. gemeinsam mit Frau.Innovation.Wirtschaft von der Dortmunder Wirtschaftsförderung zum Vortrag von Supervisorin und Coach Lioba Heinzler eingeladen.

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Foto: Reihe unten: Beate Fleck (Vorstand DONNA e.V.), Lioba Heinzler (Referentin), Elke Greiff-Gossen (DONNA e.V.). Oben von l.n.r.: Barbara Frien, Dorthe Möritz, Dagmar Lang (alle Vorstand DONNA e.V.),Ulrike Hellmann (Frau.Innovation.Wirtschaft von der Wirtschaftsförderung Dortmund) Foto: Gabriele Protze, Bildnis Lünen.

Die Antwort auf diese Frage hängt eng mit dem eigenen Selbstverständnis als Unternehmerin zusammen. Heinzler unterscheidet drei Rollen, die eine Unternehmerin innehat: Die Fachkraft, die Dinge abarbeitet, die Managerin, die diese Dinge organisiert und die Unternehmerin. „Fachkraft und Managerin kann jeder!“, postuliert Lioba Heinzler: „Die Unternehmerin jedoch bricht auf und aus, sie hat Visionen, kann aber auch scheitern. Wichtig: Wer Unternehmerin sein will, braucht dafür Freiraum.“

Die Weiterentwicklung eines Unternehmens findet in drei Schritten statt: Der Vision folgt die Handlung und die Reflexion. Diese drei Bälle gilt es als Unternehmerin ständig zu jonglieren. „Entwicklung ist nie gradlinig. Wir bewegen uns zwei Schritte vor und einen zurück. Ohne die Reflexion entwickelt sich die Arbeit nicht weiter.“, betont Heinzler.

Freiräume für Visionen und Kreativität schaffen

Die Freiheit, sich Raum für Visionen, Kreativität und Reflexionen zu nehmen, ist die Voraussetzung für unternehmerisches Denken und Handeln. „Doch Selbständige nehmen sich nicht die Freiheiten, die sie eigentlich hätten“, so eine Erfahrung von Lioba Heinzler.

Um diesen Freiraum zu gewinnen, rät sie alte Routinen zu überprüfen und neue zu entwickeln. Denn um etwas zu ändern, muss man raus aus der Komfortzone und das fühlt sich anfangs selten gut an. Aber Heinzler empfiehlt auch, sich Verbündete und Sparringspartner zur gemeinsamen Reflexion und gegenseitiger Kontrolle zu suchen.

Insgesamt lieferte Lioba Heinzler ein überzeugendes Plädoyer für Entwicklung und für mehr unternehmerisches Denken. Mit dem Thema traf sie den Nerv und konnte die Teilnehmenden mit Ihrer Erfahrung und Expertise überzeugen, künftig das ein oder andere Neue auszuprobieren. „Eins der besten Themen einer DONNA-Veranstaltung,“ kommentierte eine Teilnehmerin und das spiegelt sich in den Veranstaltungs-Feedbacks, die das Gesamtpaket mit der Schulnote 1,5 bewerteten. Mitveranstalterin Ulrike Hellman von Frau.Innovation.Wirtschaft zeigte sich ebenfalls hochzufrieren: „Ein spannendes Thema und ungeheuer wichtig für Unternehmerinnen. Ich bin sicher, dass sie heute viel Impulse mitnehmen konnten.“

 

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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