Home / Recht & Geld / Als erster GKV droht der BKK City die Insolvenz – was Arbeitgeber beachten müssen

Die große Schlagzeile  über die Erhöhung des Beitragsatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung lenkte am Wochenende von einem anderen Thema ab. Erstmals seit der Einführung des Gesundheitsfond droht einer GKV die Insolvenz. Die BKK City von der die Rede ist, betreut laut Bundesgesundheitsministerium  zusammen mit der BKK für Heilberufe und der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln zwar nur rund 400 000 Mitglieder und zählt damit zu den kleineren Kassen Es stellt sich jedoch die Frage auf, wie verhalte ich mich als Selbständiger wenn ich oder einer meiner Angestellten in einer solchen Kasse versichert ist?

In Deutschland steht erstmals seit der Einführung des Gesundheitsfonds eine Krankenkasse vor der Pleite. Betroffen ist die City BKK, wie das Bundesgesundheitsministerium laut „Die Welt“ bestätigte. Was kann Versicherten bei einer solchen finanziellen Schieflage schlimmstenfalls passieren? Was sollten Selbstständige und Freiberufler beachten?

Wenn eine Krankenkasse wegen Überschuldung schließt, ist der Versicherungsschutz zunächst nicht gefährdet. Schon  begonnene medizinische Behandlungen werden bezahlt. Neue Leistungen können aber bei der betroffenen Kasse nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Wer bezahlt im Ernstfall die noch offenen Rechnungen der Kasse?

Wenn eine Krankenkasse wegen Zahlungsunfähigkeit schließen, muss springt der jeweilige Kassenverband ein: Bei einer Betriebskrankenkasse ist das der BKK-Verband. Wenn dieser durch die Leistungsverpflichtung überfordert wird muss sich die gesamte GKV  an den Kosten beteiligen. Versicherte müssen von der Kasse über den Zeitpunkt der Schließung vorab informiert werden. Vom Zeitpunkt der Schließung an haben sie dann noch zwei Wochen Zeit, sich bei einer anderen Kasse ihrer Wahl anzumelden. Dies wird Betroffenen dringend empfohlen. Die neue Kasse ist zur Aufnahme des Kassenwechslers verpflichtet. Es kann also niemand in eine Versicherungslücke fallen – und niemand aus dem System der Krankenversicherung herausfallen.

Sofern eine Krankenkasse geschlossen wird, sollten sie sich als Arbeitgeber anhand ihrer Unterlagen einen Überblick verschaffen, ob Mitarbeiter betroffen sind, um so ggf. kurzfristig Fragen zu beantworten zu können bzw. Informationen an die Mitarbeiter zu verteilen. Sie sind aber nicht zu einer Information aus eigenem Antrieb  verpflichtet.

Was müssen Sie zu tun wenn Arbeitnehmer auf Sie zukommen, weil der Wechseltermin verpasst oder nicht an Sie als Arbeitgeber weitergegeben wurde?

Durch die Pflichtversicherung gibt es keine Probleme. Die Kasse in der Sie oder Ihr Arbeitnehmer vor der jetzt  geschlossenen Kasse versichert waren, muss Sie aufnehmen. Gibt es eine solche Kasse nicht, können Sie selbst entscheiden in welche Sie gehen wollen. Sind Sie freiwilliges Mitglied beträgt Ihre Frist  zur Ummeldung sogar 3 Monate.

Als Arbeitgeber  und wahrscheinlich Privat versicherter, könnten Sie Ihrem freiwillig versicherten Arbeitnehmer auch den Wechsel in eine günstige Private Krankenversicherung empfehlen und damit Betriebsausgaben sparen.

Beste Grüße aus Bochum

Detlef Schumann

Generalagentur Detlef Schumann

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Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

2 thoughts on “Als erster GKV droht der BKK City die Insolvenz – was Arbeitgeber beachten müssen

  1. Hallo Herr Schumann,

    da Sie offensichtlich der Experte für billige Krankenversicherungen sind, machen Sie uns doch mal die Freude und rechnen uns eine private Krankenversicherung für eine unverheiratete, selbständige Frau Mitte 30 in den Varianten a) mit Kinderwunsch, b) schwanger und c) 2 Kindern, keine bekannten Vorerkrankungen, Start 01.07.2010 vor. Und bitte vergessen Sie die Preisentwicklung über die nächsten Jahrzehnte nicht. Weil, zurück kommen wir ja so einfach nicht mehr.
    Vielleicht liege ich ja vollkommen falsch und Sie haben wirklich recht und viele von uns können bei Ihnen bzw. einer privaten Krankenversicherung richtig Geld sparen. Ich lasse mich sehr gerne überzeugen.

    Mit freundlichen Grüßen
    M. Jakobi

  2. Liebe Frau/Herr Jakobi,
    danke für Ihren Kommentar, der es mir erlaubt einige Dinge richtig zu stellen.
    Zunächst einmal wäre Ihnen mit einer billigen Krankenversicherung nicht geholfen, denn billig ist nicht preiswert.Ich würde Ihnen daher nie eine „billige“ Krankenversicherung empfehlen.

    Das macht der Gesetzgeber in dem er durch das Umlageverfahren den gesetzlichen Krankenkassen nur die notwendigsten und wirtschaftlichsten Leistungen erlaubt.

    Egal ob Sie als gutverdienender Unternehmer mit einem ebenfalls berufstätigen Ehe/Partner über 1200,- Euro mtl. in das “ Fass ohne Boden“ geben, oder als Geringverdiener nur 70,- Euro zahlen.

    Von Ihnen verlangt man soviel Solidarität, das Sie ebenfalls im nächstgelegenen Krankenhaus das Mehrbettzimmer nutzen und den Assistenzarzt in Ausbildungan an Ihrem Körper herumschneiden lassen müssen, wie zahlreiche Urteile der Oberlandesgerichte bestätigen.

    Ich möchte Sie als Leser und Unternehmer sensibilisieren, was Sie für Ihr hart verdientes Geld in einer Privaten Krankenversicherung an zusätzlichen und nie wieder streichbaren Leistungen erhalten können, und gleichzeitig durch Altersrückstellungen eine finanzierbaren Beitrag im Alter sichern.

    Bei einem Unternehmensgewinn von 40 000,- Euro p.a. zahlen Sie demnächst über 500,- Euro monatlich in eine gesetzliche Grundversorgung (GKV), deren Leistungen in der Vergangenheit immer weiter gekürzt wurden und bei weiteren Reformen sicherlich nicht unangetastet bleiben.

    Wenn Sie viel Geld für ein Kleidungsstück ausgeben, möchten Sie dann eine Top Ware erhalten oder geben Sie sich mit einem löchrigen schlecht sitzenden und farblosen Modell zufrieden?

    Ich gebe Ihnen recht Solidarität ist wichtig, Unternehmer zahlen hohe Steuern, damit können, wenn sinnvoll eingesetzt viele soziale Härtefälle unterstüzt werden.

    Als Unternehmer möchte ich aber die bestmöglich Versorgung im Krankheitsfall erhalten. Schließlich möchte ich schnell wieder auf die Kommandobrücke meines Unternehmens zurück.

    Haben Sie schon einmal mit Kassenpatienten gesprochen, wie lange diese bei einem Spezialisten auf einen Termin warten? Sie sind selbständig. Wie viel ist Ihre Arbeitsstunde wert, die Sie wartend in einer Praxis verbringen?
    In der Privaten Krankenversicherung zahlen Sie bei einem preisstabilen Unternehmen als Familie oft nicht mehr als in der GKV. Bei weit besseren Leistungen!

    Da die PKV individuelle dem Beginn/Eintrittsalter entsprechende Beiträge ermittelt freue ich mich, Ihnen einmal Ihre pesönlichen Zahlen zu nennen.Melden Sie sich.

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