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„8 Gebote“ für Facebook-Marketing: Emotional mit Kick – Futter für den gelangweilten Fastfood-Junkie 0

Jedes soziale Netzwerke hat eine eigene Kultur, eigene soziale und organisatorische Regeln, eigene Werte. Facebook, Twitter, Instagram und Co sind vergleichbar mit ethnischen Volksgruppen – wobei Facebook mit absolutem Abstand die größte „digitale Interessensgemeinschaft“ weltweit ist. Nur wer das versteht und beachtet, kann bei Facebook erfolgreich werben. Die Learnings eines Anbieters, der eine Millionen Euro Budget in Facebook Werbung investiert hat, sind perfekt, um Facebook User zu verstehen: Wie also funktioniert Facebook-Marketing?

speakers-213232_640Hubspot ist ein international erfolgreiches, professionelles Tool für Unternehmen, die Inbound-Marketing nutzen. Heißt, mit Tools wie Hubspot stellt man den Vertrieb so ein, dass potentielle Kunden im Web erkannt werden, dass man diese automatisiert anspricht, Vertrauen aufbaut und gezielt verkauft. Kein Wunder, dass dieser Anbieter so wie kaum jemand anders genau weiß, wie man Facebook am besten für die Akquise einsetzt.

Allerdings muss man berücksichtigen, dass Facebook ein wichtiger Baustein bei Hubspot ist – die Learnings sind also durchaus subjektiv eingefärbt. Trotzdem sind folgende 8 Punkte für alle Anbieter lehrreich, die Facebook Werbung im Marketing nutzen.

„8 Gebote“ für ein erfolgreiches Facebook-Marketing

  1. Targeting ist ein großes Thema für alle Unternehmen, die im digitalen Bereich Kunden gewinnen und binden wollen. Name und E-Mail-Adresse sind zu wenig, um gezielt Angebote zu platzieren. Hubspot als Inbound-Marketing-Profi kann analysieren und vergleichen, wie aussagekräftig die Informationen sind, die Facebook über Nutzergruppen liefert – und kommt zu dem Ergebnis: Facebook liefert so gute Informationen über Zielgruppen, dass man sich ganz einfach darauf verlassen kann
  2. Eine der Besonderheiten in der Facebook-Werbung ist, dass man automatisiert neue Zielgruppen erreichen kann, die den bestehenden Kontakten, Kunden und Fanpage-Fans in ihrem Verhalten und ihren Interessen gleichen. Diese „Facebook Lookalike Audiences“ hat Hubspot mit anderen Methoden zur Identifizierung von ähnlichen Zielgruppen verglichen und kommt zu dem Ergebnis: Bei manuellem Targeting sind die Ergebnisse nicht annähernd so gut.
  3. Nachdem Hubspot 500 verschiedene Anzeigentexte getestet hat, wird folgender Schluss gezogen: Bei Facebook-Werbung geht es nicht darum, konkret auf ein Produkt einzugehen. Bei Facebook sind die Nutzer in der Stimmung, ihre Neugier zu befriedigen und unterhalten zu werden. Statt also die potentiellen Kunden direkt anzusprechen, ist es klug, vage zu bleiben und an die Neugier des Lesers zu appellieren. Gute Vorbilder sind alle Publisher wie heftig.co, die Meister im Clickbaiting (Textköder-Auswerfen) sind.
  4. Es ist ein unterbewusster „Sport“ bei Facebook, Werbung aus dem Weg zu gehen. User filtern anhand der Bilder gekonnt kommerzielle Posts auf den ersten Blick heraus und ignorieren diese. Darum ist es klug, lieber authentische, laienhafte Smartphone-Bilder als Anzeigenbild zu verwenden, als Stock-Fotos. In vielen Tests hat Hubspot erkannt, dass eine Anzeige dann am besten funktioniert, wenn diese wirkt, als wäre sie ein alltäglicher Post von Freunden.
  5. Facebook-User erwarten und wünschen stets eine emotionale Ansprache. Hubspot vergleicht den typischen Facebook-User mit einem Mann im Unterhemd vor dem Fernseher, der in der einen Hand die Fernbedienung hat – und in der anderen das Smartphone. Warum liest dieser Mann lieber einen Facebook-Anzeigentext als dass er Fernsehen guckt? Unterhaltsam, schlicht, emotional und an die einfachsten Instinkte appellieren erfolgreiche Facebook-Werbetexte. Männer mögen vielleicht lieber provokative Kalauer, Frauen lieber ans Herz rührende Geschichten – aber Beide müssen wir uns vorstellen wie Menschen, die konsumüberfüttert und gelangweilt „herumhängen“. Nicht leicht, sie für uns zu interessieren!
  6. Eine Facebook-Werbeanzeige will immer eine Aktion nach sich ziehen. Häufig „lockt“ sie den Nutzer auf eine Webseite, die dann zur gewünschten Aktion leitet: Kaufen, Buchen, E-Mail-Adresse hinterlassen… Diese Landingpage sollte ebenso wie die Facebook-Werbeanzeige darauf Rücksicht nehmen, dass unser übersättigter Impulskäufer aus Neugier und Emotion gekommen ist – und nicht, um sich sachlich über ein Produkt zu informieren. Bleiben Sie beim Aufbau der Landingpage in der Tonalität, die Sie bei Facebook gewählt haben: Neugier, Schlichtheit und Emotion führen zur gewünschten Aktion.
  7. Die Landingpage sollte vor Allem eins sein: Simpel. Jede Ablenkung kann den Erfolg gefährden. Auf der Landingpage  sollte es also nur genau zwei Möglichkeiten geben, diese wieder zu verlassen: Anmeldung oder Absprung. Interne und externe Links sind „verboten“, viele Informationen, Bilder, Videos etc. lassen zögern. Gut ist es, mit einem verführerisch einfachen, risikolosen Angebot den Facebook-Besucher zu einer Anmeldung zu bringen: „Klicke hier und erhalte unser kostenloses…“ – sind wir nicht alle schlichtgestrickte Pawlowsche Hunde – immer auf der Suche nach dem „schnellen Kick“?
  8. Niemand weiß, was gut ankommt. Denn jeder Anbieter und jede Zielgruppe sind anders und ziehen andere Verhaltensweisen und Vorlieben an. Darum sollte man sich nicht zu sehr festlegen auf eine Anzeigenart und eine Art von Landingpage. Immer wieder testen, messen, ausprobieren und analysieren ist unumgänglich, um mit Facebook-Werbung erfolgreich zu sein. – Und natürlich sind diese Tipps auch interessant für alle, die organisch Facebook nutzen! Es muss nicht immer Werbung sein, doch Ziele braucht man immer, um erfolgreich im Marketing zu sein.

Quelle: Hubspot: Was wir mit einer Millionen Werbebudget bei Facebook gelernt haben

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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