INITIATIVE-Programm: Online Marketing Agentur für Hospitanten gesucht

Die INITIATIVE e.V. ist ein Zusammenschluss von Selbstständigen in Handwerk, Dienstleistung, Landwirtschaft und in Freien Berufen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, christliche Werte und wirtschaftliches Handeln im Mittelstand zu fördern. Ein Projekt der INITIATIVE ist die Partnerschaft mit osteuropäischen Ländern – hier werden vor allem Selbstständige, Existenzgründer und kleine Unternehmen vielfältig unterstützt. Nun wird aktuell ein Praktikumsplatz in einer Online-Marketing Agentur gesucht für einen rumänischen Gründer, der als Presbyter in einer rumänischen Gemeinde tätig ist und in Rumänien eine Werbeagentur eröffnen will. SteadyNews sprach mit Frau Schmitz-Mohr über dieses spannende Austauschprogramm.

SteadyNews: Zunächst ganz konkret – Was für ein Unternehmen suchen Sie? Wer ist der Bewerber Tibor Orban und was genau bedeutet so eine Hospitantenstelle für eine interessierte Online Marketing Agentur?

Schmitz-Mohr: Wir suchen für unseren Hospitanten eher ein kleines und mittelständisches Unternehmen, welches sich thematisch mit Graphik-Design, Online Marketing und dem Aufbau von Internetseiten bzw. Internetmarketing befasst. Unser Hospitant Herr Tibor Orban ist Grafiker und hat bisher im Schwerpunkt in der Industrie gearbeitet und dort Layouts, Logos und teilweise auch technische Unterlagen kreiert. Er spricht ein bisschen Deutsch, aber sehr gutes Englisch und wünscht sich ein Praktikum im industriellen Bereich oder Kontext. Als Wunschthemen nennt er Druckdesign sowie  den Aufbau von Web-Sites und würde dies idealerweise gerne im Bereich der Möbelindustrie erleben/kennen lernen. Gerne würde er darüber hinaus lernen wie man ein kleines Unternehmen führt und weiter entwickelt, wie man eine Zielgruppenauswahl trifft und Kontakte aufbaut (zu Kunden und Partnern).

SteadyNews: INITIATIVE e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit christlichem Hintergrund. Wer ist bei Ihnen Mitglied und was sind die Motive, sich bei der INITIATIVE zu engagieren?

Schmitz-Mohr: Unsere Mitglieder sind überwiegend Selbstständige, klein- und mittelständische Unternehmer sowie Freiberufler. Auch finden sich viele Pfarrer und Kirchenvertreter in unseren Mitgliederreihen. Uns alle verbindet der Wunsch, unser unternehmerisches Handeln nach christlichen Werten auszurichten und somit einen Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Kirche herzustellen. Wir tun dies auch, in dem wir uns regelmäßig in kleineren Gruppen regional treffen und austauschen. Darüber hinaus engagieren sich unsere Mitglieder auch im Osteuropäischen Ausland, in dem wir Beratung und Begleitung für interessierte Selbstständige bzw. die, die es werden wollen, anbieten. In diesem Zusammenhang bietet unser Verein dann auch die Hospitation in einem deutschen Unternehmen an und organisiert jährlich ca. 20 Hospitationen.

SteadyNews: Welche Aufgaben umfasst das Projekt, sich mit osteuropäischen Schwesterngemeinden auszutauschen? Was tun Sie speziell in diesem Bereich?

Schmitz-Mohr: Wir wollen mit unserem Verein ein „Netzwerk des Vertrauens“ bilden. Und Vertrauen entsteht leichter, wenn sich Menschen mit gleichen oder ähnlichen Werten begegnen. Man „erkennt“ sich sozusagen auf gleicher Wertebasis.

Ziel des Hospitanten-Programms ist es, Selbstständigen und Führungskräften kleinerer Unternehmen aus den evangelischen Partnerkirchen in Mittel- und Osteuropa zu ermöglichen, bei Deutschen Berufskollegen zu hospitieren. Für die Bewerbung sehr wichtig ist es, dass die Bewerber aktive Christen sind und sich in ihrer Kirche engagieren. Die Bewerbungen müssen bis zum Frühjahr vorliegen. Initiative versucht dann, einen geeigneten Betrieb und Unterbringung zu organisieren. Zwei Wochen hat der Hospitant die Gelegenheit, den Gastbetrieb und seine Arbeitsweise kennen zu lernen. Während dieser Zeit wohnt sie oder er sogar häufig in der Familie des Gastunternehmers oder eines Initiative-Mitglieds und lernt dort die deutsche Kultur kennen. 
Ein Einführungs- und ein Schlussseminar in Dresden umrahmen die eigentliche Hospitation. Nach der Teilnahme an der Jahrestagung der Initiative reisen die Hospitanten wieder in ihr Heimatland.

SteadyNews: Können Sie uns ein konkretes Beispiel nennen, das zeigt, wie erfolgreich diese partnerschaftlicher Arbeit für beide Seiten ist?

Schmitz-Mohr: Wir bieten das Austausch-Programm seit 2004 an und haben seit dem rund 90 Hospitanten aus 11 Osteuropäischen Ländern in hiesige Unternehmen vermitteln können. Die daraus entstandenen Existenzen und Unternehmen konnten sich zum größten Teil erfolgreich im jeweiligen Markt des Heimatlandes positionieren.

Die Hospitanten sind überwiegend begeistert von ihrem Aufenthalt in Deutschland und nehmen viele Eindrücke mit nach Hause. Ein Großteil der „Ehemaligen“ hat den Initiative Alumni Club gegründet, der auch auf Facebook zu finden ist. Hier können Sie mit anderen Initiative-Mitgliedern oder Hospitanten Fotos und Videos oder andere Informationen austauschen und diskutieren.

SteadyNews: Falls eine Online-Agentur diesen Beitrag liest und sich vorstellen könnte, Herrn Orban für vierzehn Tage als Hospitanten einzusetzen – was möchten Sie diesem Unternehmen mitteilen? Bitte schicken Sie doch einen Appell an unsere Leser, damit wir überzeugen können und tatsächlich eine Agentur finden

Schmitz-Mohr: Alle Unternehmer, die bisher einen Hospitanten aufgenommen haben, waren begeistert vom Engagement und dem Interesse der jeweiligen Hospitanten. Für alle war es vor allem auch eine persönliche Bereicherung, sich mit dem „Besucher“ aus dem Ausland über verschiedenste Themen und Erfahrungen auszutauschen.

Die Wissbegierde der Hospitanten und deren starker Wille, das Erlebte und Erlernte später in der Heimat umzusetzen, haben alle Gastunternehmer begeistert und überzeugt. Insofern kann ich eine Teilnahme an unserem Hospitanten-Programm nur empfehlen.
www.initiative-europa.de

Bei Interesse setzen Sie sich gerne mit Herrn Hartmut Töter (Vorstand Initiative e.V.) oder mir in Verbindung!

Vorstand Initiative e.V.
Hartmut Töter
St.-Georg-Str. 19
29525 Uelzen
Tel.: 0581/ 42 3 28
[email protected]

Regionalsprecherin Rheinland-Nord
Kerstin Schmitz-Mohr
Lohrbergstr. 50
50939 Köln
Tel.: 0170-2150520
[email protected]

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