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Marketingstrategien Teil 2: Der Entschluss – was ist überhaupt machbar? 0

Serie in den SteadyNews zu Marketingstrategien: Bevor man überhaupt damit beginnt, eine Strategie zu entwickeln, braucht man natürlich die Erkenntnis, dass Strategien entscheidend sind. Ich vergleiche das gern mit einem Konflikt zwischen Ländern, bei dem Politiker ja auch nicht allein auf ein starkes Heer vertrauen sollten! Kluge Entscheider wissen, dass Strategien darüber entscheiden, ob man möglichst schadenfrei aus dem Konflikt kommt – und möglichst gewinnreich die nächste Etappe beginnen kann. Frieden ist die Grundlage für Handel, kluge Planung und begeisterte Partner sind die Grundlage für unternehmerischen Erfolg.

Wie finde ich als Unternehmer eine Weg zur Marketingstrategie?

Das Problem für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist, dass das operative Geschäft die Zeit und Marketing_IIMuße für strategische Prozesse regelrecht auffrisst. Man weiß, dass man mal wieder die lang- und mittelfristige Perspektive einnehmen müsste, man weiß, dass es wichtig ist, mindestens einmal jährlich eine Markt- und Wettbewerbsanalyse vorzunehmen – doch der Alltag verhindert die Umsetzung. Was also kann auch ein Einzelunternehmer und/ oder Inhaber eines kleinen Unternehmens tun, um Marketing zu realisieren?

  1. Leiste Dir einen strategischen Marketing-Berater: Am besten ist es, zu den Betriebskosten ganz selbstverständlich auch Kosten für den strategischen Marketing-Berater hinzuzufügen. Monatlich ein Nachmittag mit drei Stunden würden genügen, um die Weiterentwicklung von Marketing zu gewährleisten. Die Sicht des externen Beraters hilft, nicht in Betriebsblindheit zu verfallen, die Beziehungen des Beraters helfen, bei Bedarf die besten Dienstleister zu beauftragen. Die Marketing-Erfahrung des Experten ist wichtig, um nicht teure, uneffektive Maßnahmen zu starten. Für wen das aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, für den bleiben andere Wege.
  2. Erkläre einen Freund, Deinen Partner oder ein Familienmitglied zum Berater. Zwar können diese Partner nicht die Expertensicht des Marketing-Beraters ersetzen, aber das ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sie zuhören können und Struktur in die eigenen Gedanken bringen. Hauptsache ist, dass man sich die zwei, drei Stunden monatlich fest terminiert zusammensetzt und an der Marketingstrategie arbeitet. Hauptsache ist, dass die „privaten Berater“ wenig selbst reden und sich auf die Rolle konzentrieren, über aktives Zuhören und kurze Verständnis-Feedbacks den unternehmerischen Gedanken Struktur geben. Eine Flipchart darf bei diesem Weg zur Marketingstrategie nicht fehlen.
  3. Bilde Dich fort, besuche Seminare und lese Marketing-Blogs. Es ist nicht leicht, Seminare und Fachliteratur zu Marketingstrategien speziell für kleine und mittlere Unternehmen zu finden. Da Konzerne einen erheblichen Vorsprung haben bei der Implementierung von Marketing, richtet sich das Angebot von Fachliteratur meist an Studenten und Manager aus der Welt der Konzerne. Da es jedoch bei Kleinstunternehmen um Kreativität und Low Budget Strategien geht, sind diese Bücher ungeeignet. Eine zweite Schwierigkeit ist, dass Marketing so ähnlich funktioniert wie psychologische Therapie: Jedes Unternehmen ist anders, jede Biographie und jede Herausforderung ist anders – allgemeingültige Rezepte gibt es nicht. Trotzdem können Weiterbildungen sehr wertvoll sein, wenn sie praxisorientiert ausgerichtet sind.

Die Lebenserwartung von Unternehmen sinkt immer weiter, je schneller der technische Fortschritt und Kommunikationsfortschritt steigt. Das kann als Bedrohung wahrgenommen werden – aber auch als Chance. StartUps zeigen, wie man mit wenig Kapital, doch mit viel Leidenschaft und Kreativität Marketingstrategien entwickelt. Voraussetzung ist Zeit und Prioritätensetzung. Voraussetzung ist, offen zu sein für neue Wege und Liebe zu haben zu den Kunden und den Geschäftsfeldern. Ohne Empathie und ständige Weiterentwicklung wird es immer schwieriger, nachhaltig zu wachsen – und ohne Wachstum hat man sich für Stagnation und den Weg in den Untergang entschieden. Stillstand ist eine Illusion.

Bildquelle: pixabay_geralt

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Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

12 thoughts on “Marketingstrategien Teil 2: Der Entschluss – was ist überhaupt machbar?

  1. Hallo Eva,

    das sind wieder sehr wertvolle Tipps, die Du hier weitergibst und die ich aus meinem Beratungsalltag genau so unterschreiben kann. Gerade Dein Vorschlag, sich regelmäßig Zeit für das eigene Marketing zu nehmen (ob mit Berater oder einem guten Freund) ist wirklich wichtig. Leider vergessen das viele Unternehmer schon bald nach der Gründungsphase, konzentrieren sich nur noch auf den Vertrieb und wundern sich dann, warum das Unternehmen nicht mehr rund läuft.

    Speziell für das Weiterbildungsthema bin ich momentan übrigens in der Entwicklung verschiedener Lösungen. Ich rühre an dieser Stelle mal ein wenig die Werbetrommel in eigener Sache und weise schon mal darauf hin, dass ich ab Januar mit speziellen Selbstlernkursen zum Marketing für kleine Unternehmen starten werde. Wer rechtzeitig informiert werden möchte, kann sich dafür in meinen Newsletter eintragen lassen, der ebenfalls ab Januar erscheinen wird. Der Newsletter kann auf meiner Website http://www.rat-und-tat-marketing.de abonniert werden.

    Beste Grüße
    Birgit

  2. Hi liebe Birgit, das ist ja spannend! Finde ich toll, dass Du Selbstlernkurse anbieten wirst. Vielleicht hast Du ja auch Lust, in unser Netzwerk KMU-digital zu kommen – Schulungen sind auf jeden Fall ein wichtiger Teil unserer Ziele und Inhalte…

  3. Hallo Eva, ich hoffe, beim nächsten Treffen von „Die Berater“ wieder dabei sein zu können – und dann können wir uns gerne darüber unterhalten. Du weißt ja, wie gerne ich mein Wissen teile. 🙂

  4. Ja, so machen wir das. Im Dezember ist „Die Berater“ – Pause, aber für Januar laden wir Euch sehr bald ein, unser November-Treffen war auch wirklich spannend mit dem „systemischen Kondensieren“…

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