Bargeld zu Hause im Versteck aufbewahren? Im Tresor oder in einem Bankschließfach?

Es gibt viele Gründe, zu Hause eine größere Menge Bargeld aufzubewahren. Zum einen gibt es kaum noch Zinsen für das Ersparte, zum anderen steigen die Risiken, dass durch Hackerangriffe, IT-Problematiken oder andere Umstände die Bank für eine ungewisse Zeit keine Auszahlungen vornehmen kann. Zum Beispiel könnte ein längerer Stromausfall bewirken, dass man Bargeld braucht, um Geldgeschäfte vorzunehmen. Dann könnten elektronische Zahlungsvorgänge eine Zeit lang nicht mehr funktionieren. Welche relativ sicheren Aufbewahrungsorte für Bargeld, Edelmetalle, Schmuck und andere Wertgegenstände gibt es? Empfiehlt sich eher ein Bankschließfach oder ein Tresor? Was können Hausbesitzer und Mieter an Vorkehrungen in ihrem Heim treffen und mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Bankschließfach oder Tresor

Die Preise für Heim-Tresore sind in den letzten Jahren stark gesunken. Das spricht durchaus für die Variante, einen Tresor zu wählen. Der Unterschied zwischen einem Stahlschrank, einem Tresor und einem Safe liegen im Wesentlichen in der Größe. Der Safe ist die kleinste Variante, es folgt der Tresor. Stahlschränke werden meistens von Unternehmen genutzt, die große Tresore brauchen – zum Beispiel für die sichere Aufbewahrung von Akten.

Bankschließfächer bieten den Vorteil, dass auch größere Mengen an Wertgegenständen, Edelmetall, Diamanten, Dokumenten und Bargeld in einer sehr sicheren Umgebung aufbewahrt werden können. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich Informationen zu dieser Aufbewahrungsform einzuholen.

Viele Banken bieten Bankschließfächer nur noch für ihre eigenen Kunden an. Häufig gib es Wartelisten, weil sämtliche Bankschließfächer belegt sind. Die Gebühren sind unterschiedlich und richten sich nach der Größe des Schließfaches. Mit zehn Euro pro Monat sollte man mindestens rechnen. Wichtig ist, die Versicherung des Inhalts zu prüfen. Häufig muss der Kunde eine eigene Zusatz-Versicherung abschließen, da die Bank diesen Service nicht automatisch anbietet.

Was der Kunde in dem Schließfach lagert, kann nicht von der Bank eingesehen werden. Um den Inhalt des Schließfaches den Erben zukommen zu lassen, muss das Bankschließfach allerdings rechtzeitig beim Finanzamt gemeldet werden.

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Der Vorteil eines Heim-Tresors ist, dass man jederzeit Zugang zu ihm hat und schnell etwas entnehmen oder hinzufügen kann. So kann es sein, dass wichtige Dokumente, Dateien und Passwörter spontan gebraucht werden. Oder dass man für eine besondere Gelegenheit ein Schmuckstück anlegen will. Allerdings muss vor der Anschaffung genau recherchiert werden, welcher Tresortyp der geeignete ist.

Tresore und was man beachten sollte

Die kleinste Aufbewahrungsform für daheim ist die Geldkassette. Allerdings kann diese von Dieben problemlos mitgenommen werden – um sie später in Ruhe aufzubrechen. Trotzdem könnte eine Geldkassette sinnvoll sein, damit sie von einem Tresor ablenkt, der versteckt eingebaut wurde. So könnte die Geldkassette vielleicht vermitteln, dass eine weitere Suche lohnenswert wäre bei einem Einbruch.

Sicherheitsstufe und Widerstandsgrad

Beim Kauf eines Tresors sind die Sicherheitsstufe zu beachten und der Widerstandsgrad. Die Sicherheitsstufe gibt an, wie einbruchssicher der Tresor ist. Darüber entscheiden Material, Schwere und die Dicke der Wände. Meist reichen die mittleren Sicherheitsstufen 0 bis 3. Der Widerstandsgrad gibt an, wie lange ein Einbrecher brauchen würde, um den Tresor zu knacken. Die beiden Grade sind also sehr eng miteinander verzahnt. Sie sind im Inneren des Tresors verzeichnet, sodass Einbrecher sie nicht von außen ablesen können.

Es gibt für einige Tresore spezielle Füllmaterialien wie Beton, Holz oder Kies, die das Aufbrechen des Tresors zusätzlich erschweren. Brandschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Werden im Tresor Dokumente oder Bargeld aufbewahrt, sollte man einen Feuerschutz von mindestens 30 Minuten wählen. Das entspricht dem Wirkungsgrad 1.

Schlüsseltypen

Ebenfalls wichtig sind die Schlüsseltypen, mechanische oder elektronische. Wenn bei einem Elektronikschloss die Batterie leer ist, ist es wichtig, einen Alternativzugang zum Tresorraum zu haben. Bei einem Schlüsselschloss muss der Schlüssel in einem ebenso sicheren Behältnis aufbewahrt werden wie in einem Tresor. Die meisten Verstecke des Schlüssels sind keine gute Idee. Professionelle Einbrecher kennen wohl alle Tricks, wie man daheim fantasievolle Verstecke kreiert. Manche Menschen tarnen ihre Wertgegenstände, indem sie diese in Fake-Konserven verstauen, die zu den Vorräten gestellt werden. Auch das wissen Profis und spüren die Doesn auf.

Tresortypen für Hausbesitzer und Mietwohnungen

Der Wandtresor ist für die meisten Mietwohnungen ungeeignet. Oft sind die Wände für sie Installation zu dünn. Im Regelfall ist der Wandtresor einen halben Meter hoch und breit. Der Wandtresor ist für Hausbesitzer empfehlenswert, da aufwändige Installationen leichter umzusetzen sind. Bei einem Eigenheim ist die Gefahr eines Einbruchs auch höher, da Bewohner von Mietwohnungen als weniger vermögend eingestuft werden, und das Aufbrechen eines Einfamilienhauses häufig unentdeckter erfolgen kann als der Einbruch in Mehrfamilienhäusern.

Für Mietwohnungen eignet sich ein Möbeltresor, der meistens in die Ecke eines Kleiderschranks geschraubt wird. Frei stehende Tresore sollten mindestens 200 kg wiegen, damit Diebe sie nicht so leicht wegtragen können.

Auf jeden Fall sollte man einen Tresor mit Sicherheitszertifikat von unabhängigen Institutionen kaufen. Eine intensive Internetrecherche ist unabdingbar. Zu achten ist darauf, dass man nicht allein der Produktbeschreibung des Anbieters vertraut, sondern sich zusätzliche Informationen einholt wie Rezensionen und Testberichte von unabhängigen Institutionen wie Stiftung Warentest. Nicht nur IT-Sicherheit ist wichtig, sondern auch der Schutz von Wertgegenständen und Vermögen.

Seit über zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Manager/Innen. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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