Eva Ihnenfeldt und ihr „Mission Statement“ – was mir Arbeit grundsätzlich bedeutet

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Ich will nun nicht gleich eine Blogparade daraus machen, aber wenn ich Leser anregen kann mal selbst über die Frage laut nachzudenken, welche Faktoren ihnen wichtig sind im Arbeitsleben, werde ich dem Thema gern größeren Raum einräumen. Schickt mir Euer „Mission Statement“ in word, dann werde ich es mit Namen, Kontaktdaten, Bild und Link hier als Gastbeitrag veröffentlichen. Sicher für das Eigenmarketing ganz wertvoll. Den Begriff „Mission Statement“ habe ich heute morgen in der Karrierebibel gefunden – und nun ran ans Werk: Was ist mir bei der Arbeit besonders wichtig?

Aus der Karrierebibel: Mission Statement – gut, wer ein persönliches Motto hat

5 Fragen werde ich stellen und beantworten – vielleicht sind sie auch für andere ein kleiner Wegweiser, um eigene Grundsätze festzulegen?

  1. Frage: Wie war ich schon als Kind? Was war mit wichtig in der Schule, um gute Leistungen zu bringen? Welche „Arbeit“ habe ich in meiner Freizeit freiwillig geleistet – und warum?
  2. Frage: Was wollte ich nach dem Schulabschluss mit meinem Leben anfangen? Welche Berufe interessierten mich und wie habe ich dann „meinen“ Beruf gefunden? War es Job oder Berufung?
  3. Frage: Was hat sich gegenüber heute verändert? Bin ich die Selbe geblieben? Welche Grundsätze leiten mich heute bei der Arbeit? Hat sich mein Verhältnis gegenüber Sicherheit, Abenteuer, Teamfähigkeit etc. gewandelt?
  4. Frage: Welche Rolle spielen Kollegen, Vorgesetzte, Mitarbeiter? Welche Teamform passt zu mir und welche Rahmenbedingungen brauche ich, um leistungsfähig zu sein mein Bestes zu geben?
  5. Frage: Fazit – Wie kann ich mein „Mission Statement“ zusammenfassen? Vielleicht eingebettet in einem Zitat, einem Bild, einem Märchen… Wer bin ich und was macht mich aus?

Wie war ich schon als Kind? Was war mit wichtig in der Schule, um gute Leistungen zu bringen? Welche „Arbeit“ habe ich in meiner Freizeit freiwillig geleistet – und warum?

Als Kind war ich extrem schüchtern. Als Kindergartenkind war mein erster Berufswunsch Primaballerina. Ich war am liebsten allein, traute

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mich kaum zum Bäcker, in der Schule meldete ich mich so gut wie nie aus Angst ausgelacht oder niedergemacht zu werden. Um gute Leistungen zu erbringen brauchte ich uneingeschränkte Akzeptanz, eine absolut angstfreie Lernatmosphäre. Leider hatte ich nur sehr wenige Lehrer, die ihren Schülern diesen Rahmen bieten konnten.

Ab der Pubertät war ich dann selbstbewusst genug, mir in der großen fremden Welt Betätigungsfelder zu suchen. Ich engagierte mich nachmittags in „linken“ Gruppen, die Kindern aus benachteiligten Familien stärkten. In der Schule schaffte ich es kurz vor dem Abitur bis zur Schülersprecherin. Vor hunderten von Schülern am Mikrofon zu reden bereitete mir großes Glück. Ich wollte das erste basisdemokratische Gymnasium verwirklichen mit meinen Freunden. Ok, wir haben es nicht geschafft – aber es war ein verdammt guter Plan nicht wahr?

Was wollte ich nach dem Schulabschluss mit meinem Leben anfangen? Welche Berufe interessierten mich und wie habe ich dann „meinen“ Beruf gefunden? War es Job oder Berufung?

Ich hatte mir während der Schulzeit wenig Gedanken um den späteren Beruf gemacht. Eigentlich wollte ich mich lieber weiter politisch für Menschen engagieren als mich in Arbeitsfesseln legen zu lassen. Ich begann ein geisteswissenschaftliches Studium, das möglichst weit weg von der Arbeitswelt war. Mit 21 hatte ich dann mein erstes Kind, mit 22 mein zweites, mit 26 mein drittes. So lebte ich in meinem winzigen Kosmos mein Ideal einer gleichberechtigten Gemeinschaft – so gut ich es vermochte.

Mit 32 kam noch ein viertes Kind hinzu. Ich hatte auf jeden Fall dafür gesorgt, dass ich immer viel zu tun hatte, dass ich Menschen um mich hatte. Ich war in meiner Ehe bei den Grünen, später nach der Trennung in verschiedenen anderen politisch motivierten Gruppen. Eine Karriere in einem Unternehmen strebte ich nie an, da ich nicht in der Lage bin mich unterzuordnen und Kompromisse zu schließen, die mich dazu zwingen, mich zu verstellen. Als Mutter war ich viele Jahre selbstständig gewesen (wenn auch leider ohne Einkommen) – nun musste ich einen Weg finden, Geld zu verdienen und mir diese Selbstständigkeit zu erhalten.

Was hat sich gegenüber heute verändert? Bin ich die Selbe geblieben? Welche Grundsätze leiten mich heute bei der Arbeit? Hat sich mein Verhältnis gegenüber Sicherheit, Abenteuer, Teamfähigkeit etc. gewandelt?

Eigentlich hat sich nie viel verändert. Ich glaube weiterhin an das Gute, an eine positive Entwicklung der Menschheit, bin genau so optimistisch wie ich es als Jugendliche war, und habe eher mehr als weniger Leidenschaft bei der Arbeit. Weiterhin treibt mich der „Sinn“ bei meinen Betätigungsfeldern, Geld und Sicherheit sind untergeordnet. Zwar wünsche ich mir immer wieder eine gesicherte Zukunft – doch sobald ich spüre dass ich in eine Falle geraten bin pfeife ich auf Geld und Sicherheit und mache einen neuen Plan. Ich bin ein ewiger Entrepreneur, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Welche Rolle spielen Kollegen, Vorgesetzte, Mitarbeiter? Welche Teamform passt zu mir und welche Rahmenbedingungen brauche ich, um leistungsfähig zu sein mein Bestes zu geben?

Schon immer gingen mir Menschen über alles. Eine meiner vordringlichsten Stärken und Begabungen ist es, Menschen zu motivieren, zu begeistern, sie an sich selbst glauben zu lassen. Ich brauche ein Team, in dem ich „Erste unter Gleichen“ bin. Ich brauche Freiheit und bestimme die Regeln für mein Arbeiten selbst. Am liebsten ist mir, wenn meine Kollegen unabhängig von mir ihre Arbeit und ihr Leben selbst organisieren – und wir projektmäßig an gemeinsamen Zielen arbeiten. Ich brauche Schnelligkeit und kreatives Miteinander. Routine langweilt mich. Ich mag es, mit meinen Freunden gemeinsame Ziele zu formulieren und erreichen.

Fazit – Wie kann ich mein „Mission Statement“ zusammenfassen? Vielleicht eingebettet in einem Zitat, einem Bild, einem Märchen… Wer bin ich und was macht mich aus?

Ich bin im Grunde meines Herzens Politikerin. Ich habe Visionen von einer friedlichen, freien Welt, in der es allen fühlenden Wesen gut geht. Ich mag Wirtschaft, denn Wirtschaft ist die Grundlage für Wohlstand – und Wohlstand ist die Grundlage für Bildung – und Bildung ist die Grundlage für Emanzipation und Selbstverwirklichung. Ich werde mich nicht mehr ändern – dafür bin ich zu alt – ich werde bis zu meinem letzten Atemzug mit Gleichgesinnten daran arbeiten, menschenfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Geld bedeutet mir wenig. Ich brauche ein Dach über dem Kopf, was zu essen, warme Kleidung, Heizung – und ein Auto…

Mein Zitat: „Den Unermüdlichen winkt das Glück, den Mutigen der Himmel. Verrat an sich selbst beginnt da, wo man die Hände untätig in den Schoß legt.“ (sehr frei nach Goethe).

So: Lust und Mut, auch öffentlich ein Mission Statement zu formulieren? Gern veröffentliche ich DEIN Mission Statement als Gastbeitrag in den SteadyNews!
Bitte in word die 5 Fragen an mich schicken mit jpg-Portrait, Kontaktdaten und dem gewünschten Link.  [email protected]

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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2 thoughts on “Eva Ihnenfeldt und ihr „Mission Statement“ – was mir Arbeit grundsätzlich bedeutet

  • Reply Nina Grenningloh Reyes 3. Februar 2014 at 22:14

    Hallo Eva,
    ich wusste ja gar nicht, dass Du 4(!) Kinder hast. Respekt! Was für eine tolle Idee, das Mission Statement auf diese Weise zu schreiben. Wir sind uns in vielen Dingen ähnlich – die Unternehmerin und Macherin in mir kann nie lange still sitzen und monotone Arbeit langweilt mich. Ich lieeeeebe es mit Menschen zusammenzuarbeiten und die Welt ein Stückchen besser zu machen – daher arbeite ich mit CommunicationsRebel am liebsten mit Social Entrepreneurs und Unternehmen, die eine soziale oder umweltfreundliche Komponente haben. Weltverbesserer sind nicht ausgestorben – und Social Media bringt sie wieder in den Vordergrund! Grüße aus Los Angeles, der Stadt wo Träumen nicht nur erlaubt, sondern auch ausdrücklich erwünscht und belohnt wird. 🙂 -Nina

    • Reply Eva Ihnenfeldt 4. Februar 2014 at 08:29

      Ach liebe Nina!!! Wie schön Dich zu lesen 🙂 Magst Du nicht Dein Mission Statement direkt aus LA per E-Mail schicken? Mit Foto von Dir, Kontaktdaten und Link? Dann soll auch ganz Deutschland wissen, wie toll Du bist – und wie ähnlich wir uns sind. Das wäre fein!

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