Nach dem eBay-Hack, was jetzt? Ein Wort zum Thema Passwortsicherheit…

Da ich in den letzten Tagen im Freundes- und Bekanntenkreis mehrfach gefragt wurde „Muss ich jetzt nur mein eBay-Passwort ändern?“ oder „Wie sieht eigentlich ein sicheres Passwort aus?“, habe ich mich dazu entschlossen, diesen kurzen Beitrag zum Thema Passwortsicherheit zu verfassen.

Die erste Frage kann ich mit einem klaren „Jein“ beantworten. Warum?

Ganz einfach: Es kommt darauf an, wo das bei eBay hinterlegte Passwort noch verwendet wurde. Habt Ihr das Passwort beispielsweise auch bei weiteren

Gastautor ist Sven Gasser, Spezialist für Online- und Social Media Marketing

Gastautor ist Sven Gasser, Spezialist für Online- und Social Media Marketing www.sven-gasser.de

Diensten wie Apple iTunes, GMX, Onlinebanking oder anderen Webseiten im Einsatz, dann solltet Ihr DRINGEND und SOFORT das Passwort ändern.

Bei der Frage, wie denn ein sicheres Passwort aussieht, muss ich zugegebenermaßen immer etwas schmunzeln. Tatsächlich wissen viele nicht, wie ein sicheres Passwort aussehen sollte. Generell ist ein Passwort, das aus Vorname, Nachname, Geburtstag, Jahreszahlen oder gängigen Wörtern, die im Duden auftauchen – auch in abgewandelten Kombinationen – NICHT sicher. Solche Passwörter können innerhalb von kurzer Zeit geknackt werden!

Kriterien für ein gutes Passwort:

  • ✔ Kryptische Passwörter (Zahlen, Sonderzeichen, Groß-/Kleinschreibung)
  • ✔ Mindestlänge von 12 Zeichen
  • ✔ Passwort nicht notieren
  • ✔ Keine Mehrfachverwendung
  • ✔ Keine Verwendung von Namen
  • ✔ Ändere das Passwort regelmäßig

Wie sieht ein sicheres Passwort aus?

Ein starkes Passwort könnte z.B. so aussehen:

8-jDZH%gz6EwöYpJ

Wie kann ich mir ein kryptisches Passwort merken?

Die Zauberwörter für das Merken dieser Passworte lauten „Eselsbrücke“ und „Passwort Manager“. Mit der Eselsbrücke können wir uns relativ einfach schwierige Passwortkombinationen merken. Da die WM 2014 unmittelbar vor der Tür steht, nehmen wir folgendes Sprichwort: „Der Ball ist rund & das Runde muss ins Eckige“

Aus diesem Sprichwort nehmen wir die Anfangsbuchstaben, mischen noch schnell ein paar Zahlen hinzu und fertig ist unser Passwort: DBir&dRmiE-wm/14

So schnell haben wir ein „starkes“ Passwort. Da dieses Sprichwort jedoch fast jeder kennt, ist es nicht zu empfehlen, daraus ein Passwort zu bilden. Aber ich bin mir sicher, dass die Idee dahinter verstanden wurde.

Zum Verwalten von Passwörtern kann ich folgende Tools empfehlen:

KeePass Password Safe

1Password

Wer sich für das Thema weiter interessiert, der sollte sich diese Links anschauen:

Wieso kryptische Passwörter sicherer sind

Grundlagen/Sicherheit/sichere Passwortwahl

Passwort Generator

Du hast noch weitere Tipps?

» Dann poste sie bitte in den Kommentaren

PS: Das Passwort ist immer nur so sicher wie das schwächste Glied in der Kette und dieses ist mit Sicherheit nicht der verwendete Verschlüsselungs-Algorithmus Deines Anbieters. In den meisten Fällen liegt es leider an dem gewählten Passwort oder der Mehrfachverwendung bei unterschiedlichen Diensten. Ein Problem, welches eigentlich zu lösen sein sollte.

In diesem Sinne,
„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“
Sven Gasser, Spezialist für Online- und Social Media Marketing

Drei Elemente GmbH – Social Media Team Bochum

Sven Gasser ist seit dem Jahr 2003 als Berater und Entwickler im Bereich der Werbekommunikation tätig. In der Agentur Drei Elemente GmbH zeichnet er sich für die Bereiche Social Media Marketing, Web und Print verantwortlich. Seit vielen Jahren wird Sven Gasser zudem immer wieder in TV und Radio als Experte für themenbezogene Reportagen gebucht. Seinen beruflichen Werdegang startete der staatlich geprüfte Betriebswirt mit einer Ausbildung zum Fachinformatiker. Im Anschluss war er bei der Delta Agentur als Berater für Marketing und Kommunikation für neue Medien tätig.

Darüber hinaus entwickelte und realisierte er das deutschsprachige Forum Flashbattle.de, welches Themen rund ums Webdesign für Entwickler aufgreift. Seit dem Jahr 2011 gehört Sven Gasser als Mitbegründer zu der auf Social Media Marketing spezialisierten Agentur Social-Media-Team.de, welche als eines der wenigen deutschsprachigen Unternehmen dem Facebook PMD (Preferred Marketing Developer Program) angehört.

Neben seiner Tätigkeit in der Agentur schreibt er Fachartikel und Gastbeiträge für namhafte Internetportale und Magazine. Darüber hinaus tritt er bei zahlreichen Veranstaltungen und Unternehmen als Referent auf, unter anderem bei der International School of Management (ISM).

Seit 2004 ist er redaktioneller fachlicher Berater für verschiedene IT-Bücher und zudem Co-Autor des Buches „Adobe Flash CS5 – Das umfassende Handbuch“ aus dem Verlag Galileo Design. Weiterhin agiert er im IHK-Prüfungsausschuss Bochum als Prüfer für angehende Mediengestalter in den Bereichen Digital und Print.

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

2 thoughts on “Nach dem eBay-Hack, was jetzt? Ein Wort zum Thema Passwortsicherheit…

  • Reply Heike Lorenz 29. Mai 2014 at 17:52

    Ich mag LastPass – läuft reibungslos!

  • Reply Sicherheit im Internet: Bewusstsein für sensible Daten entwickeln 7. Februar 2018 at 14:21

    […] Laut HPI-Direktor Christoph Meinel gibt es zwar keinen 100-prozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl, jedoch solle man sein Passwort umgehend ändern, falls es einem aus der Liste ähnelt. Als relativ sicher gelten stattdessen Passwörter, die aus mehr als 15 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Außerdem sollte man das Passwort nicht notieren oder für unterschiedliche Logins verwenden. Auch naheliegende und leicht zu merkende Passwörter, die sich aus Namen von Haustieren oder von Verwandten sowie Geburtsdaten zusammensetzen, sind oft leicht zu erraten. Eine Hilfe zum Erstellen von sicheren Passwörtern findet man hier. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.